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Lauenburg Aufräumen im Möllner Wohnbestand
Lokales Lauenburg Aufräumen im Möllner Wohnbestand
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21:15 20.09.2016
Eine Visualisierung zeigt die geplanten Gebäude: Die Firma Prieß Tief- u. Straßenbau aus Mölln arbeitet bereits an der Hammaburgstraße. Quelle: hfr

Es gibt in Mölln laut eines städtebaulichen Gutachtens (ISEK) genug bezahlbaren Wohnraum. Doch viele Wohnungen sind veraltet und genügen nicht mehr den Anforderungen an die energetische Bauweise und Barrierefreiheit. Nun hat die Kreisbaugenossenschaft (KBG) erstmals seit langem einen Spatenstich für 22 neue Wohnungen an der Hammaburgstraße/Ecke Massower Straße gesetzt. Die Mehrfamilienhäuser sollen zum 1. Oktober 2017 bezugsfertig sein.

„Wir wollen nachhaltig bauen und nicht in 30 Jahren wieder vor Baracken stehen“, erklärte Wolfgang Engelmann, einer der Vorstandsvorsitzenden in der KBG. Die neuen Gebäude sollen nach dem so genanntem KfW-55-Standard errichtet werden. Damit erfüllt die KGB mehr als den heutzutage geforderten energetischen Mindeststandard und kommt dadurch in den Genuss von Fördermitteln. Die Genossenschaft hat von der Stadt Mölln die Fläche mit 2140 Quadratmetern erworben und hat mit dem alteingesessenen Möllner Architektur-Büro „Kienast & Kienast“ einen Komplex mit 1300 Quadratmeter Wohnfläche in entwickelt. Die Baukosten für dieses Projekt betragen rund vier Millionen Euro. „Wir haben uns für Gebäude mit dunklen Klinkern und dunklem Dach entschieden, um an dieser prominenten Ecke einen Akzent zu setzen“, erklärt Architekt Ruben Kienast. Trotzdem sei es gelungen, den geplanten Bau den umliegenden Gebäuden anzupassen. Bodenwärme soll ergänzend genutzt werden, um die beiden zweigeschossigen Gebäude mit ausgebautem Dachgeschoss umweltverträglich zu beheizen.

Die KBG besitzt kreisweit 800 Wohnungen, etwa 560 davon in Mölln, und weist eine Eigenkapitalquote von 52 Prozent auf. Der Bilanzgewinn betrug 2015 etwa 372380 Euro. Wolfgang Engelmann und Herbert Köster sind Vorstandsvorsitzende. Sie wollen die Genossenschaft auf einen harten Konsolidierungskurs bringen, der die Zukunftsfähigkeit der KBG sichert. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Sven Michelsen. Als Vertretung für Michelsen war gestern Wolfgang Wagner mit auf der Baustelle.

„Wir haben den Anspruch, im gesamten Kreisgebiet bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, erklärt Köster. Das gelinge in Mölln trotz erheblich gestiegener Baukosten.

fg

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