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Lauenburg Aumühle: Gemeinde ist für Brücke zuständig
Lokales Lauenburg Aumühle: Gemeinde ist für Brücke zuständig
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18:10 07.07.2018
Aumühle

„Von Seiten der Kreisverwaltung wird derzeit keine Notwendigkeit gesehen, sich mit den rechtlichen Gegebenheiten um den Weg und die Brücke weiter auseinanderzusetzen“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. So habe sich zwischenzeitlich ein Gutachten aus den 1930er Jahren angefunden, mit welchem die Rechtslage schon seinerzeit genau untersucht worden sei, heißt es. Danach sei „mit der Auflösung des Gutsbezirks der streitgegenständliche Weg auf die Gemeinde übergegangen“.

Damit wäre die Gemeinde auch für die Brücke zuständig und müsste sich gebenenfalls mit den Anliegern verständigen. Die Gemeinde Aumühle hatte hingegen bislang erklärt, der Kreis sei Eigentümer von Damm und Brücke. Das sei das Rechercheergebnis der pensionierten Leitenden Verwaltungsbeamtin des Amtes Hohe Elbgeest, Brigitte Mirow, in Archiven in Ratzeburg und Berlin.

Zusätzlich soll inzwischen ein etwa 15 Jahre alter Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Forstgutsbezirk aufgetaucht sein. In Paragraph drei des Vertrags verpflichtet sich demnach die Forstverwaltung, die Brücken und Wege im Sachsenwald so zu unterhalten, dass schwere Feuerwehrfahrzeuge sie befahren können.

Im Gegenzug verpflichtet sich die Gemeinde, den Brandschutz für den Sachsenwald zu übernehmen. Hierfür erhält die Gemeinde einen jährlichen Zuschuss in Höhe von rund 8000 Euro. Hintergrund ist, dass ohne diesen Vertrag die Forstverwaltung vom Innenministerium aufgefordert werden könnte, eine eigene Betriebsfeuerwehr aufzustellen.

Noch in Amt und Würden hat Aumühles Ex-Bürgermeister Dieter Giese berichtet, dass inzwischen sowohl Forstverwaltung als auch die Gemeinde Rechtsanwälte eingeschaltet hätten. Aumühles Wehrführer Karl Arnim Samsz gibt zumindest in Sachen Brandschutz Entwarnung – auch wenn zwei Brücken für die Einsatzfahrzeuge derzeit nicht zu befahren seien. „Wir haben noch acht weitere Brücken, um in den Sachsenwald zu kommen“, sagt Samsz.

Für die derzeitige Situation habe die Wehr Notfallpläne erarbeitet, die dieses berücksichtigten. Auch der Brandschutz für die Gebäude des Schlossareals hinter der ebenfalls maroden Schlossteichbrücke sei gewährleistet. Ein Einsatz sei weiterhin möglich, auch wenn er für die Einsatzkräfte etwas aufwändiger sei. Es heißt, um einen Einsatzort im hinteren Teil der Straße zu erreichen, müssen die Rettungskräfte mehrere hundert Meter zu Fuß laufen.

Aumühles neuer Bürgermeister Knut Suhk (Grüne) hofft, dass im Zuge des Neubaus der Brücke auch Bewegung in den Bau der geplanten Fischtreppe kommt. „Darauf warten wir schon seit fünf Jahren“, sagt Suhk. Noch nicht entschieden ist weiter, ob der Mühlenteich überhaupt wieder aufgestaut wird. „Es gibt wohl auch Einschätzungen, dass ein Verzicht auf das Aufstauen des Teiches durchaus sinnvoll sein könnte“, sagt Suhk. Es selbst könne das noch nicht einschätzen, da er erst seit zwei Wochen im Amt sei.

Von Holger Marohn und Lothar Neinass

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