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Lauenburg Aumühles E-Auto-Initiative in der Kritik
Lokales Lauenburg Aumühles E-Auto-Initiative in der Kritik
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23:27 31.07.2017
Der Leiter des Bauhofes der Gemeinden Aumühle und Wohltorf, Dennis Kropp, darf das neue Elektroauto allein fahren. Die Ladesäule allerdings ist für jedermann. Die beiden Stellplätze mit der markanten blauen Fläche sind neu geschaffen worden. Quelle: Fotos: Jens Burmester

 Und das ohne schädliche Abgase auszustoßen. Mit dem 67-PS-Flitzer ist Kropp dann schnell genug unterwegs und schafft immerhin 150 Kilometer, ehe das Auto wieder an die Steckdose muss. Auf dem Bauhof hängt das neue Auto an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose (230 Volt).

 

Arthur Rudolph: „Dieser Platz ist nicht der richtige für die E-Ladesäule und die Stellplätze dazu.“

Alternativ könnte man das Auto auch an der Großen Straße in Aumühle an einer neu geschaffenen Ladesäule aufladen. Die wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „eWerk Sachsenwald“ installiert. Dort wurde nicht nur die Ladesäule, die mit einer speziellen und vom Stromanbieter ausgegebenen Scheckkarte gestartet werden muss, gebaut. Entstanden sind auch zwei Parkplätze für die E-Ladesäule.

Kopfsteinpflaster in blauer Farbe und mit weißen Zeichen versehen weisen auf diese neuen beiden Stellplätze hin. Wer dort sein Auto aufladen soll, weiß die Gemeinde nicht: Das müssten die kommenden Monate zeigen.

Ebenso wird sich zeigen müssen, ob die Ladeeinrichtung von vielen oder eher wenigen Autofahrern genutzt wird. In Aumühle, so heißt es aus Kreisen der Gemeinde, gäbe es etwa acht bis zehn Besitzer von Elektroautos. Ob die allerdings, wenn sie gerade von zu Hause kommen, auf diese Lademöglichkeit zugreifen werden, bleibt ungewiss. Kritik übte Anwohner Arthur Rudolph. Für diese beiden Stellplätze seien drei Parkplätze weggefallen, und die Anwohner seien nicht genügend informiert worden. Rudolph hält den Standort nicht für optimal. Zumal hier immer wieder Parkplätze gesucht würden und es immer wieder zu Verkehrsstauungen käme. Aumühles Vizebürgermeister, Wolfgang Schättgen, würgte die Diskussion, die Rudolph angeregt hatte, schnell ab: „Glauben Sie etwa, es hätte sich etwas geändert, wenn wir vorher gefragt hätten?“

 jeb

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