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Lauenburg Austritt kassiert: Ratzeburg bleibt nun doch in der HLMS
Lokales Lauenburg Austritt kassiert: Ratzeburg bleibt nun doch in der HLMS
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21:12 11.10.2016

Das Hin und Her über die Mitgliedschaft Ratzeburgs in der kreisweiten Tourismusmarketingagentur HLMS ist gestern in der Ratzeburger Stadtvertretung beendet worden. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Stadtverordneten dem Antrag von FDP/BfR, CDU und Grünen zu, den Beschluss des Austritts vom Dezember 2015 zurückzunehmen. Ratzeburg bleibt zu den gleichen Beitragszahlungen in der HLMS. Auch die von Stadtvertretern stark kritisierte Schließung des HLMS-Büros in der der Inselstadt konnte die Entscheidung nicht verhindern. Dem Entschluss mit 14 Ja-Stimmen, sieben Gegenstimmen und zwei Enthaltungen war allerdings eine etwas hitzige Debatte vorausgegangen. Die FRW lehnte den Antrag geschlossen ab, die nur noch zwei Mitglieder zählende SPD-Fraktion enthielt sich.

„Eine Auf- lösung der HLMS wollten wir zu keiner Zeit erreichen.“Andreas von Gropper, (FRW)

„Das Austrittsstreben war schon richtig. Nach dieser Entscheidung hat sich die Situation verbessert“, erklärte Stefan Koch von der CDU. Ein Tourismusbeirat sei auf den Weg gebracht worden und die Kreisverwaltung habe nicht öffentlich diskutierte Bedenken ausräumen können. „Die Sitzverlegung nach Mölln konnte leider nicht vermieden werden. Aber zurückziehen nach Ratzeburg ist ja nicht verboten“, ergänzte Koch und schien das augenzwinkernd zu meinen. Keine heitere Zustimmung, eher ein unschlüssiges Raunen füllte den Saal. Und Günter Schmidt, Chef der HLMS im Publikum wahrte ein Pokerface.

„Wir wollten den Wiedereintritt nicht so wie sie es schildern vollzogen wissen. Es hat heftige Diskussionen gegeben“, erklärte Hagen Winkler von der FRW in Richtung von Koch. Er sehe keine geänderten Konditionen. Deshalb spreche sich die FRW dafür aus, den Beschluss des Austritts zum Ende des Jahres zu vollziehen. Andreas von Gropper (FRW) betonte, dass die Auflösung der HLMS auch bei einem Ausritt Ratzeburgs zu keiner Zeit zu befürchten gewesen sei. Es sei darum gegangen, zielorientierter zu agieren. Bärbel Kersten von der SPD sprach die Wünsche nach geänderten Konditionen aus.

Sie plädierte dafür, den Beitragsanteil der Stadt für die Mitgliedschaft in der HLMS von zehn auf fünf Prozent am Stammkapital zu reduzieren. Kerstens ehemaliger Parteigenosse Sami El Basiouni (BfR) erwiderte, dass bei einer Reduzierung der Beiträge nicht mit einer Verbesserung der Servicequalität gerechnet werden könne: „Unsere Fraktion will mit den gleichen Rechten wie in der Vergangenheit vertreten sein.“ Jürgen Hentschel monierte, es sei problematisch, dass Stadtvertreter Thomas Kuehn (FDP), gleichzeitig Kreistagsmitglied, den Antrag mit unterzeichnet habe. „Eine Frechheit. Das schlägt dem Fass den Boden aus“, nahm El Basiouni seinen Fraktionskollegen in Schutz.

Was sich denn aus seiner Sicht seit dem drohenden Austritt genau verbessert habe, wollten die LN nach der Sitzung von HLMS-Chef Schmidt wissen: „Die Kommunikation.“ Es werde zielgerichteter mit den Ratzeburgern diskutiert. Die Verhandlungen mit den Fraktionen hätten aber sehr viel Kraft gekostet. Und er freue sich über den Verbleib. Allerdings stand nicht große Freude, sondern der Anschein von Erleichterung in seinem Gesicht.

Florian Grombein

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