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Lauenburg Autodiebe schätzen die Nähe zu A 1 und A 20
Lokales Lauenburg Autodiebe schätzen die Nähe zu A 1 und A 20
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22:23 25.10.2013

Die Stadt Lübeck scheint eine strategische Zwischenstation für osteuropäische Autodiebe zu sein. Zuletzt hatte die Polizei sechs Luxuskarossen von Audi und VW entdeckt, die alle vor wenigen Tagen in Hamburg und Umgebung entwendet wurden. Gleichzeitig gingen den Ermittlern zwei polnische Diebe im Alter von 21 und 25 Jahren ins Netz, der ältere sitzt inzwischen in Untersuchungshaft (die LN berichteten).

Damit festigt sich der Ruf Lübecks als Autodiebstahl-Hochburg im Norden. Statistisch gesehen ist die Stadt 2012 mit 121 entwendeten Fahrzeugen Spitzenreiter. Auf den weiteren Plätzen folgen Kiel (91), Neumünster (38), Flensburg (34) und Heide (23). Weniger als jedes vierte Fahrzeug wird allerdings von der Polizei wiedergefunden. Bundesweit wechselten im vergangenen Jahr mehr als 37 300 Wagen unfreiwillig den Besitzer, die Aufklärungsquote liegt wie in Lübeck bei knapp einem Viertel.

„In der Regel werden hochwertige Autos gestohlen“, sagt Polizeisprecher André Splettstößer. Das seien etwa wie in den jüngsten Fällen Audis und VW-Busse, aber auch Geländewagen. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren 2012 bundesweit vor allem zwei BMW-Modelle begehrt: der X6 und das M3 Coupé. „Spaßdiebstähle für Spritztouren“ schließt Ermittler Splettstößer weitestgehend aus, dafür seien die Autos zu gut gesichert. „Da für das Entwenden entsprechende Kenntnisse beziehungsweise Equipment erforderlich ist“, sagt er, „liegt es auf der Hand, dass es sich überwiegend um spezialisierte Täter oder Gruppen handelt.“

Laut einer Studie des Internetportals Geld.de haben 45 Prozent der in der Hansestadt Lübeck zuschlagenden Diebe keinen deutschen Pass. Bundesweit sei fast ein Drittel der Verbrecher polnischer Herkunft, gefolgt von Türken (zwölf Prozent) und 9,5 Prozent aus Litauen.

Peer Hellerling

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