Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Autofahrer befürchten monatelanges Verkehrschaos
Lokales Lauenburg Autofahrer befürchten monatelanges Verkehrschaos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:13 12.06.2017
Geesthacht

Autofahrern aus Geesthacht und Umgebung steht ein ungeahntes Verkehrschaos bevor: Die Bundesstraße 404 in Besenhorst soll voraussichtlich von August bis November voll gesperrt werden. Es ist die Hauptzufahrt zur Autobahn 25, täglich rollen hier etwa 20000 Autos und Laster über den Asphalt. Auslöser der Bauarbeiten ist der Bau einer Ampelanlage, die vor allem Fußgängern den Weg aus dem Wohngebiet zur Bushaltestelle nördlich der Bundesstraße und zurück erleichtern soll. Seit Jahren wurde um deren Bau gerungen.

Die Einmündung der B 404 Ecke Bauernvogtsweg bekommt eine Ampelanlage. Quelle: Foto: Timo Jann

„Die Details zur Sperrung werden noch abgestimmt“, informierte Andreas Schröder, der Leiter der städtischen Tiefbauabteilung, jetzt im Verkehrsausschuss unter Mitteilungen. Scheinbar von der Information erschlagen nahmen die Politiker den Hinweis schweigend auf – nur Joachim Knüppel von der FDP freute sich. „2008 haben wir diese Querungshilfe beantragt“, erinnerte er. Nach dem Wohnmobilstellplatz am Elbufer ist es das zweite FDP-Vorhaben in zehn Jahren, das tatsächlich realisiert wird.

Zurzeit läuft die Ausschreibung, die ausführende Baufirma wird gesucht. Statt gleich zu Beginn der Sommerferien, in denen für gewöhnlich das Verkehrsaufkommen geringer ist, zu starten, soll der Baubeginn erst am 28. August und damit zum Ende der Ferienzeit sein. Bezahlt wird die Baumaßnahme durch das Land als Kostenträger, so dass auf Seiten der Stadt lediglich die Planungsarbeiten im Vorfeld zu leisten sind.

Eine derart massive Vollsperrung gab es in Geesthacht seit den 1990er-Jahren nicht mehr, als innerorts die B 5 ihren Mittelstreifen zurückerhalten hatte.

Laut Schröder müsse in Besenhorst der Straßenaufbau, der aus den 1950er-Jahren stamme, für den Bau der für die Ampelanlage nötigen Fahrbahnverbreiterung erneuert werden. Das dauere seine Zeit. Denn statt der von der FDP ursprünglich geforderten Querungshilfe in Form einer aufgepflasterten Mittelinsel in Höhe der Bushaltestelle kommt jetzt eine XXL-Variante, die 2016 sogar Bürgermeister Olaf Schulze in dieser Form überrascht hatte. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) ordnete den Bau einer vollsignalisierten Einmündung des Bauernvogtwegs in die Straße Besenhorst an. So können Anwohner besser in die Bundesstraße einbiegen, Fußgänger gleichzeitig sicherer über die Fahrbahn kommen, heißt es. Dafür wird auch die Bushaltestelle verlegt.

Eine Fußgängerampel wird üblicherweise erst bei „mindestens 50 Querungswilligen pro Stunde“, wie es im Amtsdeutsch heißt, zugelassen. Das war in Besenhorst bei weitem nicht der Fall. An eben dieser Regelung scheitert bisher auch der Bau der Fußgängerbedarfsampel in Höhe „Netto“ in Grünhof-Tesperhude, den Anwohner fordern. In Besenhorst hat man nun kurzerhand den Bauernvogtsweg einbezogen – vielleicht auch eine Lösung für den Krukower Weg bei „Netto“.

Retter im Stau

Umleitung: Für die Autofahrer heißt der Ampelbau fast vier Monate Umleitung über Düneberger Straße,

Wärderstraße und B 404 (Abschnitt von der Schleuse bis zur A 25). Die Tiefbauabteilung der Stadt kündigte an, dass es in der Zeit auf der Strecke möglichst keine Baustellen geben solle und man die Ampelanlagen dem veränderten Verkehrsfluss anpassen werde.

Notfälle: Für die Menschen in Geesthacht, aber auch in Escheburg und Börnsen bedeutet die Baustelle aber auch eine schlechtere Hilfe bei medizinischen Notfällen: Der Rettungsdienst wird dann deutlich länger

benötigen als bisher, die Feuerwehr außerdem mit Staus zu kämpfen

haben.

Timo Jann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Überraschende Ankündigung am Rande des Tierschutzfestivals auf dem Markt.

12.06.2017

Büchen soll zwei Ladesäulen für Elektroautos- und Fahrräder bekommen. Einen entsprechenden Vorschlag hat die Verwaltung für den Werkausschuss am heutigen Dienstag (19 Uhr Bürgerhaus) erarbeitet.

12.06.2017

Neue Stipendiaten zeigen erste Arbeiten.

12.06.2017
Anzeige