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Lauenburg Bäk – „ein Dorf hat Zukunft“
Lokales Lauenburg Bäk – „ein Dorf hat Zukunft“
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21:07 28.07.2017
Erlöse aus dem jährlichen Straßenflohmarkt am Dorfgemeinschaftshaus sorgten dafür, dass die Gemeinde zwei Stand-Up-Boards für die Badestelle in Bäk anschaffen konnte. Dorfkinder können diese Bretter stundenweise kostenlos ausleihen. Im Bild Malte Allrich (DLRG, v. l.), Bürgermeister Martin Fischer und Karsten Wagner, der die Teilnahme Bäks am Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ organisierte und koordinierte. Im Hintergrund der Dom zu Ratzeburg. Quelle: Fotos: Joachim Strunk

„Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet, waren aber umso mehr erfreut“, sagen Bäks Bürgermeister Martin Fischer und Gemeindevertreter Karsten Wagner.

Gemeinde bei Ratzeburg ist Sieger des Kreiswettbewerbs vor Steinhorst und Witzeeze.

„Damit hatten wir nicht gerechnet!" Martin Fischer, Bürgermeister Bäk

Letzterer hatte sich vornehmlich um die Teilnahme der Gemeinde am Kreiswettbewerb gekümmert und die Bewerbungsunterlagen erstellt.

„Das Angebot an öffentlichen Sport- und Freizeiteinrichtungen in der Gemeinde Bäk hat die Jury besonders beeindruckt“, erklärte der Kreisvorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetags (SHGT), Martin Voß. Dabei sei das Angebot mit Blick auf die Themen Gesundheit und Bildung sehr zielgerichtet gesetzt. „Letzteres lässt sich besonders gut am Schwimmunterricht für die Kinder abbilden“, ergänzt SHGT-Kreisgeschäftsführer Joachim Bretzke.

Schon seit 1980 organisiert die Gemeinde den kostenlosen Schwimmunterricht für den Nachwuchs im Dorf. „Da wir hier direkt am Ratzeburger See liegen, ist das erste Bürgerpflicht“, erklärt Bürgermeister Fischer. Mehr als 3000 Kinder und Jugendliche hätten seitdem an der Badestelle nahe der Einmündung des namensgebenden Baches Bäk in den See das Schwimmen gelernt. Von jeher durch die fleißigen Helfer der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) Ratzeburg, die in Bäk eine Außenstation unterhält. Auch in diesem Jahr sind die jungen Helfer an der Seite des Technischen Leiters Malte Allrich hier tätig. In den ersten beiden Sommerferienwochen werden zwei Kurse (18.30- 19.30 Uhr) angeboten, die in diesem Jahr wieder mit bis zu 30 „Seepferdchen“ (= Bezeichnung der ersten Schwimmprüfung) bestückt sind.

Neben dieser typischen Sommerbeschäftigung gibt es für die Bewohnerinnen und Bewohner des 880-Seelen-Dorfes noch etliche andere sportliche Aktivitäten, an denen sie – in der Regel vereinsungebunden – fleißig teilnehmen. Äußerst beliebt sind die Veranstaltungen „Bäk fährt Rad“, eine geführte Radtour im Spätsommer, an der stets rund 40 Bäker mitstrampeln. Und am letzten Januar-Wochenende das „Bäker Flach-Boßeln“, eine Sportart, die eher aus dem Nordseeraum stammt, aber hier viele Liebhaber gewonnen hat.

Regelmäßig trainieren und spielen im Winterhalbjahr Tischtennis-Hobbyspieler im Dorfgemeinschaftshaus, wo zudem montags um 19 Uhr auch eine feste Damengruppe ihre Funktionsgymnastik betreibt. Zuletzt wurde dieses Angebot durch einen Kursus „progressive Muskelentspannung“ ergänzt. In den Osterferien bieten die Ehrenamtler traditionelle Laufspiele wie Völker- oder Brennball an – für Kinder ab sechs Jahren.

Im jährlich kostenlos verteilten Dorfkalender (finanziert durch ansässige Gewerbetreibende und private Sponsoren) können sich die Bäker zudem einen frühzeitigen Überblick über das kulturelle und sportliche Geschehen in der Gemeinde machen.

„Ausschlaggebend für die Vergabe der ersten Plätze bei dem Wettbewerb waren das sehr hohe Engagement der Gemeinden, Sport- und Freizeitmöglichkeiten als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge zu bieten und ortsansässige Vereine und Institutionen sowie freie Zusammenschlüsse zu fördern“, bilanziert Martin Voß zufrieden.

Der Kreiswettbewerb

Neun Teilnehmer am Kreiswettbewerb gab es in diesem Jahr (in alphabetischer Reihenfolge): Bäk, Berkenthin, Fitzen, Grabau, Gudow, Steinhorst, Tramm, Walksfelde und Witzeeze. Steinhorst belegte den 2., Witzeeze den 3. Rang. Alle übrigen wurden 4.

Nachdem sich der Kreis 2013 aus der Finanzierung zurück gezogen hatte, versuchen die Organisatoren im Gemeindetag Sponsoren für den Wettbewerb zu gewinnen. In diesem Jahr zeigt sich die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg generös und spendiert insgesamt 5000 Euro. Das Geld wird unter den ersten drei Gemeinden aufgeteilt. Die offizielle Siegerehrung ist für Oktober geplant.

 Joachim Strunk

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