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Lauenburg Bahn statt Kanal: Klöser kritisiert ATR
Lokales Lauenburg Bahn statt Kanal: Klöser kritisiert ATR
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18:13 15.06.2017

Dr. Heinz Klöser vom BUND Herzogtum Lauenburg stellt zentrale Argumente der Landhandelsfirma ATR in Frage, die sich beim Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann vehement für den Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals ausgesprochen hatte. Klöser gilt als der Kanal-Experte der Kreisgruppe des BUND.

Wenig nachvollziehbar sei für ihn, dass der ATR-Geschäftsführer die Bedeutung des Kanals für den noch stärker wachsenden Wirtschaftszweig des regionalen Tourismus als absurd bezeichne. Tatsächlich sei es so, dass in anderen europäischen Regionen die Umwidmungen alter Transportkanäle zu touristischer Infrastruktur Erfolgsgeschichten geworden seien.

In einem zentralen Punkt widerspricht Klöser frontal: „Falsch ist hingegen, dass das Binnenschiff ein ökologisch vorteilhaftes Transportmittel ist, wie im Internet abrufbare Daten des Umweltbundesamtes eindrucksvoll belegen“.

Natürlich sei der Firma ATR weiterhin Erfolg zu wünschen. Wenn sie sich um den Ausbau des Bahnverkehrs bemühe, sei sie auf dem richtigen Weg. „Denn die Bahn ist die wirkliche ökologische Alternative zum Lkw-Verkehr“, sagt Dr.

Heinz Klöser. Um die Fracht, die auf einem ausgebauten Kanal maximal bewegt werden solle, alternativ mit der Bahn zu transportieren, wären fünf bis sechs Züge pro Tag nötig. Ein dafür nötiger Ausbau des Schienennetzes wäre wesentlich kostengünstiger zu haben bei gleichzeitig wesentlich geringeren Schäden für Natur und Kulturgüter.

Inwieweit Klöser damit auch den höchst umstrittenen Ausbau der Bahnstrecke Lübeck-Lüneburg meint, bleibt in seiner Stellungnahme unklar.

LN

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