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Lauenburg Bau für Lauenburgs Nobelhotel soll im Herbst beginnen
Lokales Lauenburg Bau für Lauenburgs Nobelhotel soll im Herbst beginnen
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19:14 27.06.2016
Auf der sandigen Fläche im Westen des Lauenburger Fürstengartens (gegenüber dem Mode-Centrum) soll der Neubau des Hotelkomplexes wahrscheinlich ab Herbst realisiert werden. Einzug wäre dann zum Sommer 2018. Verzögerungen hat es durch erforderliche Umplanungen gegeben.

Am 27. November möchte Andreas Thiede als Bürgermeister von Lauenburg wiedergewählt werden. Vorher, davon ist er überzeugt, wird der Bau des geplanten Hotels im Fürstengarten starten. „Wir befinden uns jetzt voll im laufenden Bebauungsplanverfahren, mussten aber wegen Änderungen in der Zuständigkeit der Denkmalschutzes noch eine Ehrenrunde mit komplett neuer Planung drehen“, sagt Thiede. Der Bebauungsplan soll die rechtliche Basis für den Hotelneubau schaffen.

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Bürgermeister Andreas Thiede und Hotelmanager Gert Prantner zuversichtlich: Nach erforderlicher Umplanung soll noch in diesem Jahr Baubeginn sein.

Statt – wie eigentlich geplant – als Solitär im Fürstengarten soll der Baukörper jetzt an der Straße ausgerichtet werden. Das erfordert eine neue Planung. Marcel Graff, der Geschäftsführer der „Hotel im Fürstengarten Projektgesellschaft mbH“, und Hotelmanager Gert Prantner halten dennoch an dem Vorhaben fest. „Wir haben hier schon gute drei Millionen Euro investiert, haben Grundstücke angekauft und Gebäude abgerissen. Da ist doch klar, eben weil wir von Lauenburg als geeigneten Standort überzeugt sind, an den Plänen festzuhalten“, macht Graff deutlich.

In dem Neubau sollen etwa 125 Zimmer entstehen, außerdem ein öffentliches Restaurant, ein öffentlicher Wellness-Bereich und ein Saal für Tagungen und Feiern. Etwa 50 bis 60 Arbeitsplätze werden so geschaffen. „Herr Prantner ist die Nummer 1 der Branche, da werden sich viele Menschen darum reißen, hier einen der Jobs zu bekommen“, ist Graff überzeugt. Prantner und Thiede hatten die Hotel-Idee entwickelt, mit dem ehemaligen Geschäftspartner Yongqiang Chen stand 2015 auch ein Investor in den Startlöchern. Doch dem ging dann wegen der Finanzkrise in China das Geld aus, er stieg aus. Graff stieg ein und rettete das Vorhaben.

Im Hauptausschuss der Stadt stand Graff jetzt der Politik Rede und Antwort. „Wir wollen das Bebauungsplanverfahren zügig nach der Sommerpause erledigen. Im politischen Raum ist das Vorhaben total unstrittig“, berichtet Jens Meyer. Der Erste Stadtrat leitet auch den Hauptausschuss und ist Fraktionschef seiner Partei im Kreistag. „Selbst dort setzt man auf das Vorhaben, weil es einmalig im Kreis ist und eine große Ausstrahlung mitbringt“, so Meyer. „Ich bin sehr dankbar, dass wir von außerhalb zwei Menschen gefunden haben, die unserer Stadt hier eine großartige Chance bieten“, sagte Meyer. Welche Marke das Hotel bekommen wird, das eigentlich eines der namhaften Kette „Radisson Blu“ werden sollte, ist aufgrund der erforderlichen Umplanung zurzeit nicht klar.

Graff geht davon aus, dass das Hotel im Frühjahr oder Sommer 2018 öffnen wird. „Wichtig ist, dass wir im Herbst beginnen können. Der Rest läuft dann“, sagt er. Und auch für die weitere Entwicklung der Innenstadt sieht er gute Chancen. „Wenn erstmal das Hotel steht, dann kommt alles andere ganz von alleine. Der Effekt wird deutlich spürbar sein“, ist der Geschäftsführer überzeugt. Selbst ein Aufzug als Verbindung zwischen Altstadt und Schlossberg wäre dann wieder denkbar.

„Die Werbe-Lokomotive ist bereits voll angelaufen, das Hotel im Fürstengarten wird bereits beworben“, freut sich der Bürgermeister über das zusätzliche Marketing für Lauenburg. „Ich freue mich, dass die Herren Prantner und Graff Lauenburg bei all den Problemen nicht aus den Augen verloren haben. Jetzt sind wir auf der Zielgerade eingebogen, das wird etwas ganz Großes“, so Thiede.

Noch viele Bausteine

Das Hotel-Projekt ist einer der Bausteine, mit denen Lauenburgs Oberstadt neues Leben eingehaucht werden soll. Der Neubau eines modernen Edeka-Marktes, die so genannte Markt-Galerie als Verbindung zwischen Alter Wache und Edeka an der Berliner Straße, sind weitere Elemente zur Stadtentwicklung. Dazu gehören auch der Umzug der Stadtverwaltung in das bisherige Kreissparkassen-Gebäude und eine neue Nutzung für das Schlossensemble. tja

Timo Jann

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