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Lauenburg Bauernmeierei hat jetzt Bistro und einen „Besuchergang“
Lokales Lauenburg Bauernmeierei hat jetzt Bistro und einen „Besuchergang“
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20:32 14.10.2017
Zu den 33 Mitarbeitern der Bauernmeierei Hamfelder Hof, die in Mühlenrade liegt, gehören Marianne von Steynitz, die Geschäftsführer Janosch Raymann und Stephan Koop sowie Jutta Matthies (von links). Die Meierei wird von 32 Bio-Bauern beliefert. Quelle: Foto: Ge
Mühlenrade

Täglich werden 65000 Liter Milch in „Giebelkartons“ abgefüllt. Geschäftsführer Janosch Raymann (31) ist ausgebildeter Wirtschaftsinformatiker. Zusammen mit dem zweiten Geschäftsführer, Stephan Koop, leitet er den mittelständischen Betrieb mit 33 Mitarbeitern. Als die Meierei Trittau 2011 geschlossen wurde, hatten sich Raymanns Eltern, Heinz Elfenkämper-Raymann und Angelika Raymann, sowie einige andere Bio-Landwirte aus der Region zusammen gefunden, um die Bauernmeierei Hamfelder Hof zu gründen. Hier wird ausschließlich Bioland-Milch von Höfen der Bauerngemeinschaft verarbeitet. Die teilnehmenden Landwirte (Kommanditisten) haben Milchbetriebe mit 25 bis 150 Kühen. Das Konzept ist landesweit einzigartig. Die Investition von rund 14 Millionen Euro wurde mit EU- und Landesmitteln (rund 1,8 Millionen Euro) gefördert.

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Die Mitglieder der Bauerngemeinschaft haben Bioland-Betriebe in den Orten Hamfelde, Hamdorf, Tremsbüttel, Labenz, Koberg, Krummesse, Wendisch- Evern, Jade, Bantin, Südergellersen, Norderstapel, Wacken, Göhrde, Schwartow, Ausacker, Hadenfeld, Postfeld, Winsen, Radbruch, Schwedeneck, Bönningstedt, Jameln, Klein Gusborn, Dammfelth, Rothenburg/Wümme, Geestland, Thedinghausen, Bergen.

Internet:

www.hamfelderhof.de

Die Meierei ist mit moderner Technik ausgestattet und mit einer jährlichen Gesamtrohmilchverarbeitung von elf Millionen Litern im August 2015 gestartet. „Wir können traditionelle Frischmilch und auch länger haltbare Milch sowie Butter herstellen“, sagte Janosch Raymann. Zum Jahresende soll auch Joghurt aus der in Mühlenrade stationierten Meierei angeboten werden. „Unsere Frischmilch verlässt innerhalb von 24 Stunden nach Abfüllung das Lager. Den überschüssigen Rahm verarbeiten wir hier zu Sauerrahmbutter.“ Die angelieferte Milch komme von Bioland- und Demeter-Betrieben.

„Wir gewährleisten, dass ausschließlich unsere eigene Milch verarbeitet wird. Unsere eigene Meierei haben wir mit dem Ziel gebaut, unabhängig Entscheidungen treffen und uns somit selbstbestimmt weiter entwickeln zu können“, so Raymann. Die Bauernmeierei habe nicht auf alle Fragen eine Antwort, sei aber dabei, sich fortlaufend zu verbessern und Antworten zu finden. „Unsere Stärken sind unter anderem Transparenz und ein über ein ’gesundes Produkt’ hinausgehender gesellschaftlicher Wert, der durch die ökologische und damit umweltschonendere Erzeugung der Milch auf den Höfen besteht.“ Zu den Großkunden gehören Naturkostläden sowie gut sortierteSupermärkte.

Der jetzt eröffnete Hofladen bietet über Milch und Butter hinaus ein breites Angebot von Produkten aus Bioland-Betrieben. Das im zweiten Bauabschnitt errichtete Gebäude enthält auch ein Bistro, in dem es Kaffee und Kuchen gibt. Das kulinarische Angebot ist allerdings noch ausbaufähig. Das Besondere: Bistro-Gäste können Einblick in die Produktion von Milch und Butter nehmen. Es gibt extra einen „Besuchergang“, der mit großen Fenstern ausgestattet ist und den Gästen ermöglicht, sich unkompliziert und unabhängig von Hygienevorschriften ein Bild von den Arbeitsabläufen zu machen. Führungen von Gruppen werden auf Anfrage angeboten.

Hofladen und Bistro in Mühlenrade, etwa 450 Quadratmeter groß, sind Dienstag bis Freitag von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet, sonnabends von 9 bis 14 Uhr.

Silke Geercken

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