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Lauenburg Beeindruckende Reise nach Oswiecim
Lokales Lauenburg Beeindruckende Reise nach Oswiecim
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20:12 20.08.2016

„Wir sind aufgestanden, ich habe ein Rosinenbrot mit Lachs gefuttert, dann sind wir zum Bahnhof gefahren“. So beginnt das Tagebuch des Schülers Simon (14) aus Mölln. Auf vier eng bedruckten Seiten hat Simon in eindrucksvoller Weise seine Eindrücke und Erlebnisse beim Schüleraustausch in Oswiecim in Polen beschrieben. Das Besondere dabei: Simon ist Schüler der Schule Steinfeld aus Mölln, einem Förderzentrum mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung. Gemeinsam mit 14 Mitschülern und fünf Lehrkräften nahm Simon am bereits 12. Schüleraustausch zwischen der Möllner Schule Steinfeld und einem polnischen Förderzentrum teil. Das Ziel von Simons Reise war die polnische Partnerschule in Oswiecim, das unter dem deutschen Namen Auschwitz weltweit schreckliche Berühmtheit erlangt hat.

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Ein Junge aus der Möllner Steinfeld-Schule schrieb seine Eindrücke eines Austauschbesuchs nieder.

Doch Simons Tagebuch erzählt von einer überwiegend fröhlichen Fahrt, bei der er seinen „besten Freund Janosch getroffen“ hat und leckere Speisen essen durfte. Er berichtet neben den vielen technischen Details, für die sich Simon besonders interessiert, von zahlreichen Begegnungen und Erlebnissen. Vom gemeinsamen Schulunterricht, dem Besuch in einem Erlebnispark, Disco, Bowling, einem Sportfest sowie Bummeln und Restaurantbesuch in Krakau. Aus Simons Zeilen wird deutlich, wie angenehm er die polnische Gastfreundschaft empfand.

Die Gruppe besuchte auch das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau. Dieser durchaus schwierige Besuch wurde vor der Fahrt im Unterricht intensiv vorbereitet. Die Partnerschule in Oswiecim hat durch ihren engen Kontakt zum Museum Auschwitz / Birkenau erreicht, dass inzwischen Führungen durch die KZ-Gedenkstätte auch behinderte Jugendliche – auch in der jeweiligen Sprache der Besucher – möglich sind.

„Dann sind wir zu Hause angekommen. Dann haben Opi und Omi mich abgeholt.“ Mit diesen letzten Zeilen endet Simons Tagebuch. Im Mai 2017 kann er seine Aufzeichnungen beim nächsten Schüleraustausch fortsetzen.

LN

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