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Lauenburg Begeisterung für Zahlen lohnt: Acht Schüler räumten Preise ab
Lokales Lauenburg Begeisterung für Zahlen lohnt: Acht Schüler räumten Preise ab
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21:04 09.06.2017
Elisabeth Karmath (li.) und Roswitha Neuroth (re.) mit den Preisträgern (v. li.): Julius Bürger, Juline Scheiba, Torge Schreiber, Max Birkhahn, Julia Schwarzenberg, Tom-Liam Hansen, Leonie Koop und Katharina Wöhl-Bruhn. Die anderen Kinder der Grundschule Büchen spendeten begeistert Beifall. Quelle: Foto: Wiemer
Büchen

Mathematik sei ja nicht sonderlich beliebt, heißt es allgemeinhin. Aber wer gern mit Zahlen und kniffligen Fragestellungen umgeht, der hat schnell viel Spaß daran.

Und das beginnt bereits in der Grundschule. Dass es auch bei Neun- und Zehnjährigen bereits kleine Rechen-Asse geben kann, bewies jetzt die Büchener Schule am Steinautal. Schulleiterin Roswitha Neuroth konnte acht junge Preisträger des Wettbewerbs Känguru Mathematik beglückwünschen.

Die große Mathematik ist es ja noch nicht in den ersten vier Schuljahren, aber der Grundstein wird gelegt. Und irgend etwas muss an der Grundschule mit Förderzentrumsteil Lernen in Büchen ziemlich richtig laufen, wenn es darum geht, die Kinder an die Welt der Zahlen heranzuführen. Mathe-Fachleiterin Elisabeth Karmath lächelt, wenn sie von ihren kleinen Schützlingen spricht. Sie hat auch allen Grund, denn beim bundesweiten Wettbewerb Känguru der Mathematik räumten acht Mädchen und Jungen dieser Schule richtig ab. Drei Kinder aus den 3. Klassen wurden 2. und 3. beim Schulwettbewerb, Julius Bürger aus der 3 c errang sogar den 1. Platz bundesweit und wurde Schulsieger bei der Mathe-Olympiade und Zweiter beim schleswig-holsteinischen Landesentscheid. Fünf Mädchen und Jungen aus den 4.

Klassen teilten sich auf Bundesebene den 3. Platz. Tom-Liam Hansen war dabei der Beste und schob sich bundesweit auf den 2. Platz. Als Preis gab es kleine Geschenke, die natürlich mit dem Thema zu tun hatten: Experimentierbaukästen und Denkspiele.

„Die lieben Mathematik“, sagt Lehrerin Elisabeth Karmath und berichtet, wie sie selbst über das Ergebnis erstaunt war: „In der 4 c haben zwei Mädchen gewonnen, die sonst im Rechnen nie besonders aufgefallen waren.“ Das Geheimnis für die Lust an der Mathematik liegt für die Fachlehrerin wohl in der Art und Weise, wie man das Thema an die Kinder heranbringt. „Es sollten schon interessante Aufgaben sein, die einen Reiz für die Kinder darstellen.“

Voller Stolz ist auch die Schulleiterin Roswitha Neuroth. „Zahlen sind Zahlen, aber der Mathematikunterricht hat sich gewandelt. Es geht heute mehr ums Knobeln und darum, dass es auch Spaß macht.“

Außerdem, davon ist die Leiterin der Schule mit rund 400 Mädchen und Jungen überzeugt, sei die Grundschule genau der richtige Ort, um frühzeitig den Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Und dazu gehöre natürlich auch die Mathematik. Und was den Reiz am Fach Rechnen betrifft, hat Roswitha Neuroth eine ganz pragmatische Erklärung: „Das Schöne an der Mathematik ist, es gibt immer eine Lösung, es gibt immer ein Richtig und ein Falsch. Vieles im Leben ist leider nicht so klar.“

Der Preis-Regen für die Grundschule Büchen reißt übrigens nicht ab. Heute gibt es in Kiel aus der Hand der bisherigen Bildungsministerin Britta Ernst wieder eine Auszeichnung – und sogar einen schönen Geldbetrag dazu: 15000 Euro gehen nach Büchen, weil die Grundschule im landesweiten Wettbewerb „Modellschule für Lernen mit digitalen Medien“ gewonnen hat. Für das Geld, das noch vom Schulträger um 3000 Euro aufgestockt wird, soll dann die erste Tablet-Klasse geschaffen werden.

„Lehrer, Lehrer, Lehrer“

Bildung, Bildung, Bildung – Im vergangen schleswig-holsteinischen Wahlkampf waren sich alle Parteien einig, dass das das wichtigste Thema für die Zukunft der Kinder ist. Und was wünschen sich die Lehrerinnen an der Grundschule Büchen von der Politik? „Lehrer, Lehrer, Lehrer“, sagt die Vize-Schulleiterin Sabina Barbicz. Auch, so räumt Rektorin Neuroth ein, wenn es ihrer Schule personell sehr gut gehe – keine Stelle sei unbesetzt. Von der Politik wünschen sich die Lehrkräfte vor allem aber auch eines: Beständigkeit.

Matthias Wiemer

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