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Lauenburg Behinderten soll mehr Teilhabe gesichert werden
Lokales Lauenburg Behinderten soll mehr Teilhabe gesichert werden
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19:14 22.06.2016
Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin im Umweltministerium, führte gestern in das 5. Dialogforum zur Umsetzung des Landesaktionsplans im Möllner Lebenshilfewerk ein. Quelle: wr

Sie sind weit weg, die Vereinten Nationen, die die Behindertenrechtskonvention verabschiedet haben. Die Landesregierung in Kiel ist da schon dichter an den alltäglichen Problemen vieler Menschen mit Handicaps. Mit einem Aktionsplan zur konkreten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sollen Städte und Gemeinden auch im Kreis Herzogtum Lauenburg Wege und Konzepte erarbeiten, wie Behinderte stärker am alltäglichen Leben Nichtbehinderter teilhaben können.

Zu einem ganztägigen Dialogforum fanden sich gestern im Lebenhilfewerk in Mölln Fachkräfte aus dem Bereich Sozialarbeit sowie Bürgermeister und der lauenburgische Landrat Dr. Christoph Mager zusammen.

Diese 5. Veranstaltung zur landesweiten Einführung des Aktionsplanes der Landesregierung wurde eröffnet von Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin im Umweltministerium. Kernanliegen des Aktionsplanes sei es, „die Verschiedenheit der Menschen als Normalfall anzuerkennen“. Daher stehe die Einführung des Aktionsplanes in der Öffentlichkeit auch unter dem plakativen Motto „Land des Miteinanders“.

Wie Werner Rosendahl aus dem Kieler Sozialministerium weiter erläuterte, sollen auf örtlicher Ebene von möglichst vielen Institutionen auf Basis von zehn Handlungsfeldern Lösungsansätze erarbeitet werden, wie Menschen mit Behinderungen das Alltagsleben erleichtert werden kann. Abgesteckt sind die verschiedensten Lebenbereiche – von Bildung, Arbeit, Bauen und Wohnen bis Kultur, Sport, Interessenvertretung, Gesundheit und Mobilität.

Da gebe es noch viel zu tun, wurde in der Teilnehmerrunde deutlich. So sei etwa nicht alles tatsächlich barrierefrei, was so ausgewiesen sei – wie etwa die Benutzung von Nahverkehrszügen.

Die Ergebnisse der Dialogforen wie des gestrigen in Mölln werden von einer interministeriellen Arbeitsgruppe gesammelt, ausgewertet und fließen in einen Abschlussbericht ein, der Anfang 2017 veröffentlicht werden soll.

wr

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