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Lauenburg Berkenthins Aldi wird abgerissen und Markant verdoppelt Fläche
Lokales Lauenburg Berkenthins Aldi wird abgerissen und Markant verdoppelt Fläche
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20:20 07.01.2016
Heinz Siemers (r.) und Willi Gauss von der Möllner Tafel waren letztmals am Berkenthiner Aldi-Markt, den sie dreimal wöchentlich angefahren haben, um Lebensmittel für Bedürftige einzusammeln.

Eine Ära ist zu Ende: Aldi schloss zum Jahreswechsel endgültig seine automatischen Glasschiebetüren in Berkenthin. Doch Zeit für lange Trauer bleibt nicht.

Denn schon sind die ersten Handwerkerkolonnen angerückt, um das langgestreckte Gebäude, das dem Kieler Handelskonzern Bartels Langness (Bela) gehört und in dem Aldi nur Mieter war, auszuräumen und abzureißen.

Ihren letzten Besuch statteten dem beliebten Discounter am Montag auch Heinz Siemers und Willi Gauss ab. Die beiden Ehrenamtler von der Möllner Tafel kamen regelmäßig dreimal die Woche nach Berkenthin, um hier kostenlose Lebensmittel, altes Obst und Gemüse, abgelaufene Joghurts, Konserven oder auch nicht verkaufte Sonderposten abzuholen, die sie dann an ihre Tafel-Kunden weiter verteilten. „Das ist schon ziemlich schade“, sagt Siemers mit traurigem Gesicht. Über die Jahre habe man eine mehr oder weniger enge Beziehung auch zum Personal aufgebaut.

Von dem ist nur noch der Filialleiter zu sehen. Und der ist sichtlich im Stress. Er mag keine Auskünfte erteilen („Darf ich nicht“) und will in Ruhe seine Arbeit machen („damit hab‘ ich genug zu tun“). Auch die Handwerker geben sich wortkarg und gehen stoisch ihrer Arbeit nach. Zwei Riesencontainer der Entsorgungsfirma Damm stehen auf dem Parkplatz, in die die Reste der Inneneinrichtung wandern.

Am Mittwochmorgen ist der große Parkplatz vor dem Aldi-Gebäude halb abgesperrt. Ein Bagger arbeitet in den Rabatten, das Gestrüpp ist auf den Stock gesetzt, ein Baum mit Stumpf und Stiel aus dem Boden gerissen, liegt jetzt quer auf der Parkfläche.

Es geht jetzt alles ziemlich zügig. Sollte das Wetter mitspielen, könnte von dem Aldibau schon Ende nächster Woche nichts mehr zu sehen sein. „Danach wird die komplette Parkplatzfläche aufgenommen, denn hier soll künftig der neue Markant-Markt stehen“, erklärt Bela-Sprecherin Solveig Hannemann. Bodenaushub, Fundamentarbeiten, Tiefbau, danach Hochbau, so ist die Reihenfolge. Sollte alles optimal laufen, könnte der neue Markant schon im Spätsommer öffnen. „Angesichts der aktuellen Wetterlage gehen wir aber lieber vom Herbst aus“, sagt Hannemann.

Das komplette Bela-Grundstück, auf dem neben den beiden alten Supermärkten auch die Oil-Tankstelle steht und die dahinter befindlichen Parkplätze, misst 12500 Quadratmeter. Das ganze künftige Gebäude ist 3200 Quadratmeter groß und beinhaltet die Verkaufsfläche von Markant, die sich mehr als verdoppelt von bisher 674 auf dann 1540 Quadratmeter. Dazu kommen noch die Mieter Blumenladen Schwarz (30 qm), Bäckerei von Allwörden (80 qm) und Apotheke (170 qm inklusive Vorbereitungsraum hinter dem Verkaufsraum).

Wenn dieses „Mall-Gebäude“ fertig gestellt und für die Kunden eröffnet ist, wird das alte Gebäude dem Erdboden gleich gemacht. Hier werden dann die 120 neuen Parkplätze mit einer Komfortbreite von je 2,80 Meter entstehen. „Selbstverständlich auch behindertengerechte Stellflächen in Eingangsnähe“, fügt Hannemann hinzu.

KSK als letzter Mieter
Erst nach Fertigstellung des neuen Supermarkts und der Parkplätze — also im Frühjahr oder Sommer 2017 — erfolgt der letzte Bauabschnitt mit dem Anbau für die Sparkassenfiliale. Diese soll einen eigenen Eingangsbereich erhalten, der 24 Stunden täglich geöffnet hat (Geld- und Kontoautomaten).



Die bisherige Geschäftsstelle an der Ecke Oldesloer Straße (B 208)/Turnierweg steht auf dem Grundstück und im Haus, das der Sparkasse gehört, die die Immobilie allerdings verkaufen will.

Joachim Strunk

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