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Lauenburg Berkenthins CDU in der Krise
Lokales Lauenburg Berkenthins CDU in der Krise
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20:31 20.09.2016

Was ist los mit der CDU in Berkenthin? Offenbar leidet die Partei an Personalschwund. Am Montagabend, bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung, waren nur noch zwei Fraktionsmitglieder – Stefan Bartels und Joachim Krähe – im Sportzentrum vertreten.

Eigentlich verfügt die Fraktion über fünf Vertreter. Doch Till Meyer aus Kählstorf weilt derzeit im Urlaub, Fraktionsführer Mike Schwarz ist krank und jetzt hat Torsten Schaumann, der seit Februar 2015 Ausschussvorsitzender Umwelt und Planung war, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt und sein Mandat zurückgegeben.

Damit kam Schaumann allerdings nur seiner Abwahl durch SPD und Berkenthiner Wähler-Initiative (BWI) zuvor. Diese hatten zur Gemeindevertretersitzung am Montag einen entsprechenden Antrag beim Bürgermeister Michael Grönheim (SPD) eingereicht, da Schaumann „seit März 2016 keine Umweltausschusssitzung mehr einberufen“ habe, „obwohl der Ausschuss von der Gemeindevertretung mehrere Aufträge zur Beratung überwiesen bekommen hat“. An den bisher sieben Gemeinderatssitzungen in diesem Jahr habe er nur an zweien teilgenommen.

Das zusätzliche Problem der CDU: Die drei noch auf der Nachrückerliste stehenden Personen fallen aus, weil einer gar nicht mehr in Berkenthin wohnt und die anderen beiden bereits schriftlich abgesagt haben. Susanne Zdunek, die zwar in der Partei und als bürgerliches Mitglied auch im Kulturausschuss vertreten ist, steht nicht auf der Liste. Sie erklärte gegenüber den LN: „Wir müssen uns beraten, sobald Mike Schwarz wieder gesund ist, wie es bei uns weiter geht.“

Den Posten des Ausschussvorsitzenden Umwelt und Planung übernimmt vorübergehend und kommissarisch der stellvertretende Vorsitzende, André Papalia (SPD). Dem stimmten auch die beiden CDU-Vertreter Bartels und Krähe zu.

Seit Beginn dieser Wahlperiode hatte die CDU bereits mehrere Abgänge zu verzeichnen. Noch vor der ersten Gemeindevertretersitzung hatte es intern Krach gegeben und Immo Fehse, der eigentlich als Fraktionsführer gehandelt worden war, wählte den Ausgang. Anschließend trat der Bauausschussvorsitzende Herbert Baarck aus gesundheitlichen Gründen zurück. Andreas Rosteck, der zudem Kreistagsabgeordneter der CDU ist, begründete seinen Abschied mit beruflicher Auslastung. Günter Balden war zwischenzeitlich zur AfD übergewechselt.

Schon vor dem am Sonntag stattgefundenen Bürgerentscheid über die „neue Dorfmitte“, die bekanntlich von den Berkenthinern abgelehnt wurde, war es zu Spannungen zwischen den Parteien SPD und BWI auf der einen und CDU auf der anderen Seite gekommen. Die CDU lehnte das Projekt vehement und vor allem aus Kostengründen ab. SPD und BWI sahen in dem Projekt einen weiteren Anschub für den Tourismus in der Stecknitz-Region. Mike Schwarz und Parteikollegen hatten daraufhin ein Bürgerbegehren angestrebt, das dieses Projekt dann allerdings stoppte.

Noch vor der Gemeindevertretersitzung am Montag kritisierten Vertreter von SPD und BWI, in Sachen Bürgerentscheid würde sich die CDU kümmern, um ihr Ziel zu erreichen, alles andere dagegen bleibe liegen. Die Christdemokraten beriefen sich dem gegenüber auf das plebiszitäre Recht eines Bürgerentscheids und begründeten die übrigen Versäumnisse mit krankheitsbedingten Ausfällen und unglücklichen Zusammenhängen.

Joachim Strunk

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