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Lauenburg Besucherrekord bei Ratzeburger Gewerbeschau
Lokales Lauenburg Besucherrekord bei Ratzeburger Gewerbeschau
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21:15 11.04.2016
Ein Prosit: Annelies Elmers (44) und Lara Fabinski (35) stoßen mit „Ratzeburger Echte Liebe“ auf den Erfolg der Gewerbeschau an. Quelle: Hanno Hannes

Die 18. Ratzeburger Gewerbeschau hat am Wochenende über 20000 Besucher angelockt. Über die gesamten zwei Tage drängten sich die Gäste in allen Bereichen.

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Mit 20000 Gästen an zwei Tagen haben die Organisatoren die Besucherzahl verdoppelt — Messe wurde zum Erlebnis — Feedback positiv.

Laut Organisatoren hat sich die Besucherzahl im Vergleich zur Schau vor zwei Jahren verdoppelt.

„Das ganze Konzept hat gestimmt. Wir haben von den Gästen und den Firmen durchweg ein positives Feedback bekommen“, berichtet Lara Fabinski, Vorsitzende des Wirtschaftsförderungsvereins Inselstadt Ratzeburg. Und Mitorganisator Michael Burmester ergänzt: „Viele Besucher haben den gesamten Tag auf der Messe verbracht.“ Viele Gäste hätten auch am Montag noch angerufen und nach Adressen der Aussteller gefragt. „Ein Heizungsbauer hat mir bestätigt, dass er noch nie auf einer Messe so viel Aufträge abschließen konnte“, so Burmester. Die Gewerbeschau sei Stadtgespräch und am Montag habe man den beiden Organisatoren überall in der Inselstadt auf die Schulter geklopft.

„Das ist echt der Oberhammer, was das Organisationsteam und die Aussteller auf die Beine gestellt haben“, sagte etwa Katja Kostyra am Sonntag und blickte in die prall gefüllte Riemannhalle. Für dieses Erfolgserlebnis hatte Lara Fabinski und Michael Burmester viele Neuerungen in Kauf genommen. „Ich danke allen Unterstützern und Helfern auch hinter den Kulissen, die diese Mordsaufgabe mit uns bewältigt haben“, sagte Burmester schon am Sonntag bei der Abschlussrede.

Im Anschluss bedankte er sich noch einmal bei Europas größter Hochseiltruppe, den Geschwistern Weisheit aus Gotha. Für die Frauen gab es ein Blumenstrauß und für die Männer ein Polo Hemd. Artist Alexander Weisheit (31) der mit seiner Familie eine ganz enge Verbindung nach Ratzeburg hat und die Zuschauer am Wochenende zwei Mal in 62 Metern Höhe auf dem Artistenmast mehr als begeisterte sagte:

„In diesem Jahr war es mein 34. Auftritt und ich habe ihn hier in Ratzeburg besonderes genossen.“ Der Grund ist folgender: Alexander Weisheit hat in Ratzeburg zwei Cousinen. „Beide haben im Seehof ihre Lehre gemacht.“ Außerdem habe eine Oma von ihm in Sandfeld am Schaalsee gewohnt, und eine weitere Verwandte in Kneese.

„Alexander wurde damals sogar in Roggendorf eingeschult“, sagte Vater Peter-Mario Weisheit. „Und jetzt kommt noch hinzu, dass unser jüngstes Familienmitglied, der Charly Weisheit, mit seinen drei Jahren hier am Sonnabend seine ersten Schritte auf dem Hochseil gemacht hat.“ „Unser ganzer Dank geht an dieser Stelle an Michael Burmester. Ihm war unsere Vorstellung ein Herzenswunsch und ohne Michael wären wir nicht hier in diesem kleinen Städtchen“, betonte Vater Peter-Mario Weisheit.

Johannes und Helmut Sander sind bisher auf jeder Gewerbeschau dabei gewesen: „Neben dem Verkauf steht auf so einer Messe natürlich auch das persönliche Gespräch mit dem Kunden ganz vorne“, sagte Johannes Sander.

„Die Atmosphäre ist echt toll“, sagte auch Martin Kluth. Cornelia Rudolf gefiel das neu gestaltete Messekaffee. „Jetzt hat man endlich Platz um in Ruhe zu essen. In der kleinen Halle war das immer so gequetscht.“ Der Aufbau der Messe gefiel ihr ebenfalls. „Es ist sehr offen und übersichtlich gestaltet“, so die Ratzeburgerin. Petra Kröger, Teammanagerin der Firma Tupperware, ist sich sicher, „ein großes Publikum erreicht“ zu haben. Auch Benjamin Stache von der Itzehoer teilt diese Meinung: „Das persönliche Gespräch mit dem Kunden bringt mehr als alles andere und dafür ist das hier die beste Gelegenheit.“ Christel Gerkens, Geschäftsführerin von der Schuh-Insel in Ratzeburg, äußerte sich diplomatisch: „Man kann nicht erwarten, sofort hunderte neuer Kunden zu gewinnen. Aber wir sehen es als ein Muss, sich als Ratzeburger Firma zu präsentieren.“

Beeindruckt zeigten sich die Besucher auch von der Ehrenamtsmesse. „Gerade hier ist es wichtig, die Leute anzusprechen und zum Mitmachen zu überzeugen“, so Benjamin Wessels aus Mölln. „Man kennt ja eigentlich schon viel, aber die tatsächliche Vielzahl an unterschiedlichem Gewerbe ist erstaunlich“, sagte Wessels. „Da sieht man erst, was es alles in unserer Region gibt“, erklärte Besucher Burkhard Ziebell. Die Hoffnungen haben sich bei Lara Fabinski und Michael Burmester also mehr als erfüllt. „Das haben uns bei der zweitägigen Messe etliche Besucher mit überwältigender Mehrheit bestätigt.“ Dank der Sponsoren habe sich die Veranstaltung trotz kostspieliger Showeinlage amortisiert.

Ratzeburger „Echte Liebe“

Der Wein zur Stadt: Ratzeburger „Echte Liebe“ gibt es in rot und in weiß. Die Trauben sind allerdings in Rheinhessen gewachsen. Am Stand von Edeka Süllau war der Ratzeburg-Wein zu verkosten. Die weiße Variante ist ein Grüner Silvaner Jahrgang 2014: Frisch, leichte Säure und dezente Mineralität. Für die rote Liebe wurde eine mächtige Cuvee komponiert: Dornfelder, Regent, Portugieser und Cabernet Sauvignon geben dem Wein Wucht und Tiefe. Der Jahrgang 2011 ist jetzt bereits gut trinkbar. hh

Von Christian Nimtz und Florian Grombein

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