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Besucherrekord in Geesthachter Theater

Geesthacht Besucherrekord in Geesthachter Theater

Das Kleine Theater an der Schillerstraße in Geesthacht blickt auf die erfolgreichste Saison seines Bestehens zurück. 60 000 Gäste kamen. „Den größten Zuwachs haben wir beim Kino, es finanziert das Theater mit“, sagt Theaterchef Thorsten Winkler.

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KTS-Chef Thorsten Winkler (rechts) und Bürgermeister Olaf Schulze stellen das neue Programm für die Theatersaison 2016/2017 vor.

Quelle: Jann

Geesthacht. Was für ein Erfolg: Das Kleine Theater an der Schillerstraße (KTS) zählte jüngst 60 000 Zuschauer. „Wir haben, das wissen wir aus zahlreichen Gesprächen mit unseren Gästen, auch sehr viele Neukunden gehabt“, sagte jetzt Theaterchef Thorsten Winkler, als er gemeinsam mit Bürgermeister Olaf Schulze das neue Programm für die Spielzeit 2016/2017 vorstellte.

„Den größten Zuwachs haben wir beim Kino, es finanziert das Theater mit“, so Winkler. Nachdem das Defizit des Theaters in den vergangenen Jahren meistens bei rund 200000 Euro lag, waren es in der vergangenen Saison nur 13000 Euro, wobei noch 50000 Euro in den dritten Kinosaal gesteckt wurden.

Zum 800. Stadtgeburtstag von Geesthacht in diesem Jahr trägt das neue Programm diesmal den Titel „Jubiläum“. Mit Komödien, Dramen, Lesungen, Musik und ganz vielen Stars soll in den geplanten Stücken Gedenken, Geburtstag oder einfach das Feiern eines Jubiläums aufgegriffen werden. So greift das Programm etwa den 400. Todestag von William Shakespeare auf, dem mit der Aufführung von „König Lear“ (23. November) gedacht wird. Aber auch an Siegfried Lenz, der in diesem Jahr 90 Jahre geworden wäre, wird erinnert. Am 14. September steht im KTS deshalb die „Deutschstunde“ auf dem Programm. „Theater muss auch unbequeme Themen aufgreifen“, meint Winkler. Das Thema Demenz findet sich etwa in einer Bühnenproduktion des Kinoschlagers „Honig im Kopf“ wieder. Am 10. November werden dabei Karsten Speck und Achim Wolff auf der Bühne stehen. Peter Sodann kommt im Rahmen einer Lesereihe am 27. November nach Geesthacht, „Flüchtlingsgespräche“ von Berthold Brecht ist sein Thema.

Als Gegengewicht zu den anspruchsvollen Stücken kommt auch wieder Comedy auf die Bühne. Ingo Oschmann kommt am 11. November erneut ins KTS, die Rathaus-Amigos „Baumann&Clausen“ stehen am 6. November und 29. Januar auf der Bühne. „Fans können sich auch erneut auf das Kabarett Alma Hoppe (10. Februar), Dirk Bielefeldt alias Polizist „Herr Holm“ (18. Februar) sowie das Ohnsorg Theater (6. Februar) freuen. Hans Scheibner wird am 5. Oktober mit seiner Band „Skandale und Liebe“

präsentieren. Am 4. März präsentiert das KTS die Udo-Jürgens-Show „Vielen dank für die Blumen“. Die Karten für die meisten Vorstellungen sind bereits erhältlich. Für zehn Stücke haben die Inhaber eines Abonnements (200 davon hat das KTS) ein Vorkaufsrecht, die übrigen Karten gehen am 19.

Juni in den Vorverkauf. „Wir sind aber auch jederzeit noch für neue Abonnenten offen“, sagt Winkler.

Schulz freut sich derweil nicht nur über die gelungene Mischung des Programms, das im Laufe der Saison noch erweitert werden soll, sondern auch über die gute finanzielle Entwicklung des Hauses. „Es herrscht Erleichterung über die guten Zahlen“, so Schulze. Winkler kündigt an, dass er daran anknüpfen möchte. Schulze: „Das Theater ist nicht in Frage gestellt.“

Zeitweise klang das aus der Politik anders, als das Defizit aus dem Ruder zu laufen drohte. Doch seit Winkler das Haus übernommen hat, geht es bergauf. Und so steht Schulze auch inhaltlich hinter Winkler. „Es ist wichtig, auch anspruchsvolle Inszenierungen auf die Bühne zu bringen und nicht nur einen reinen Kinobetrieb zu fahren“, sagt der Bürgermeister.

Geschichte des Hauses

Das Kleine Theater an der Schillerstraße wurde vor gut 20 Jahren mit finanzieller Unterstützung des Geesthachter Laborunternehmers Detlef Kramer errichtet. Der Entwurf stammt aus der Feder des bekannten Geesthachter Architekten Bruno Timm. Zunächst gab es nur einen großen Saal mit 300 Sitzplätzen. Zu sehen gab es entweder Theater auf der Bühne oder Kino auf der Leinwand. Vor einigen Jahren kam ein Anbau mit einem zweiten Kinosaal mit gut 100 Plätzen hinzu, so dass täglich garantiert Kinoprogramm läuft. Und 2015 wurde im Keller ein dritter Kinosaal eingebaut, der vor allem mit ungewöhnlichen Filmproduktionen eine spezielle Zielgruppen anspricht. tja

 Timo Jann

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