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Lauenburg Biene und Weide brauchen einander
Lokales Lauenburg Biene und Weide brauchen einander
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18:13 09.04.2016
Die Honigbiene höselt, trägt schon große Pollenballen an den Beinen. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Wenn die Temperaturen zehn Grad erreichen, verlassen die Honigbienen zum ersten Mal ihren Stock. Zur gleichen Zeit fangen die Kätzchen der Salweide an zu blühen und locken die Bienen mit Duftstoffen aus großer Entfernung zu sich heran.

Zuerst werden sie auf die männlichen Sträucher aufmerksam, die vom Pollen leuchtend gelb sind. Gierig saugen sie den ersten frischen Nektar des Jahres ein und bepudern sich so ganz nebenbei mit Blütenstaub. Wenn sie dann an den grünlichen Kätzchen der weiblichen Weiden saugen, werden diese mit dem Pollen bestäubt. Damit haben beide ihr Ziel erreicht: Nach der Befruchtung kann die Weide Flugsamen für die nächste Generation produzieren und die Biene hat ihren ersten Hunger nach langer Winterruhe gestillt. Weide und Biene sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen.

Aber für das Bienenvolk fällt noch mehr ab. Nur ein kleiner Teil der Pollenkörner wird für die Bestäubung gebraucht. Der meiste Blütenstaub bleibt am Pelz der Bienen hängen und wird von ihnen sorgfältig herausgeputzt, aber nicht etwa fallengelassen, denn Pollen ist wertvolle Eiweißnahrung. Das hintere Beinpaar ist mit praktischen Kämmen und Bürsten ausgestattet, mit denen der Pollen fest in die Körbchen an der Außenseite der Beine gestopft wird, bis kompakte, gut sichtbare Ballen entstehen. Der Imker sagt, die Biene höselt.

Von Karsten Gärtner

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