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Bildungsministerin in Ratzeburgs Vorzeige-Produktionsschule

Ratzeburg Bildungsministerin in Ratzeburgs Vorzeige-Produktionsschule

Britta Ernst (SPD) erfuhr in der Flugzeugwerft der BQG, dass junge Menschen ohne Berufsperspektive an „echtem Produkt“ arbeiten. Chef Alexander Willberg blickt auf schwarze Null.

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Geschäftsführer Alexander Willberg (BQG Personalentwicklung GmbH) erläutert Landesbildungsministerin Britta Ernst (SPD) die Arbeit in der Produktionsschule, wo Segelflugzeuge in Stand gesetzt werden.

Quelle: Grombein

Ratzeburg. Auf ihrer zweitägigen Sommertour hat Bildungsministerin Britta Ernst auch die Produktionsschule „JuBi“ der Berufsqualifizierungsgesellschaft BQG in Ratzeburg besucht. In der Flugzeugwerkstatt arbeiten überwiegend junge Hartz-IV-Empfänger, die aufgrund von Defiziten über normale Bildungsangebote nicht in den Arbeitmarkt gelangen. Ziel der Ministerin war es, eine Produktionsschule kennenzulernen, die sich eng an dem dänischen Vorbild orientiert.

„Ich bin guter Hoffnung, dass es mit der Produktionsschule weitergeht“, erklärte Alexander Willberg nach dem Rundgang durch den Betrieb bei einem Arbeitsessen mit der Ministerin und der Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, Heike Grothe-Seifert. In den vergangenen drei Jahren musste der Geschäftsführer der BQG mehrfach um den Fortbestand der kreiseigenen Firma bangen. Zuletzt 2014 bangten seine Gesellschafter, der Kreis Herzogtum Lauenburg (55 Prozent) sowie die Ämter, aufgrund negativer Abschlüsse um den Fortbestand. 2016 blickt die BQG nun erstmals wieder auf eine schwarze Null. Die Kreisverwaltung bestätigte, dass ein „Aus“ für die BQG derzeit nicht auf der Tagesordnung des Kreises stehe.

Willberg stellte den Gästen aus Kiel Vorzüge des Projektes vor. Die „JuBi“ sei eine Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren, die einer besonderen Unterstützung bedürfen und für die reguläre Berufsbildungsmaßnahmen nicht geeignet seien. Im Umgang mit den Segelflugzeugen lernten sie über die Verantwortung für ein Produkt, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und eigene Lebensziele zu entwickeln. Willberg: „Und wir schaffen hier ein echtes Produkt.“

Landesbildungsministerin Britta Ernst zeigte sich durchaus angetan von den Bedingungen in der Produktionsschule und vor allem von der Idee, mit den jungen Erwachsenen die verantwortungsvolle Aufgabe der Flugzeugreparatur und des Fliegens selbst anzugehen. Das Ministerium sieht die Überholung von Segelflugzeugen als Nische, die sich bewährt habe. „Ich würde schon ein bisschen ins Schwitzen kommen, wenn ich in so ein Flugzeug steigen müsste“, sagte sie.

Ihre Aussagen zur Zukunft solcher Einrichtungen machten allerdings nicht gerade Hoffnung. „Unser Ziel ist es, das Übergangssystem zu reduzieren“, erklärte sie. In der Vergangenheit sei die Gründung solcher Einrichtungen als Übergangssystem zu Ausbildung und Arbeitmarkt nur wenig abgestimmt gewesen. Vielmehr sollten in diesem Bereich nun Erfolge über die Jugendberufsagenturen (JBA) erreicht werden. Unter dem Motto „Niemand geht verloren“ sollen sie gewährleisten, dass Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre individuell beraten und unterstützt werden. Schulämter, Schulträger und Schule sollen dabei mitwirken.

Anlaufstellen in den Kreisen sollen geschaffen werden. Dafür hat das Ministerium bis Ende 2016 bereits 200000 Euro als Anschubfinanzierung vorgesehen. In Neumünster, Pinneberg, Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und Dithmarschen haben die JBA bereits ihre Arbeit aufgenommen, erklärte Ministeriumssprecher Thomas Schunck.

Die Maßnahme

Junge Erwachsene sollen in der Jugendbildungsstätte Ratzeburg „JuBi“ zu einer Weiterführung kommen und im Anschluss arbeiten, eine Ausbildung machen oder die Schule fortsetzen. „Unser Ziel ist es vor allem, dass keiner abbricht“, erklärt Alexander Willberg.

Land (75 Prozent) und Jobcenter (25 Prozent) teilen sich die Kosten für insgesamt 40 Teilnahmeplätze. Jeder Platz wird pro Monat mit 800 Euro gefördert.

 Florian Grombein

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