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Lauenburg Blaukehlchen leben gern am Ufer kleiner stiller Teiche
Lokales Lauenburg Blaukehlchen leben gern am Ufer kleiner stiller Teiche
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21:21 22.06.2013
Nicht so bekannt wie das Rotkehlchen, aber wegen seiner Farbe ebenfalls unverwechselbar: Das Blaukehlchen zählt zu den kleinen Vögeln — und zu den hübschen. Quelle: Foto: Wolfgang Buchhorn
Mölln

Kehlchen-Umfrage bei zwölf Vogelfreunden: Rotkehlchen: Zwölfmal gesichtet. Blaukehlchen? Zwei Ja-Stimmen. Ansonsten von „Nein“ bis „Weiß ich nicht genau“.

Da wollen wir doch mal etwas nachhelfen: Der Gesang des Rotkehlchens zeichnet sich durch melancholisch klingende Strophen aus, beim Blaukehlchen-Gesang könnte man eher die Bezeichnung „variabel mit Imitationen“ wählen. Die Nahrung ist bei beiden Vögeln gleich: Insekten, Würmer, Beeren und Sämereien.

Die Namen verraten zwei wesentliche Unterschiede: Rotkehlchen haben eine rote Brust und Kehle, beim Blaukehlchen ist beides natürlich blau.

Das Blaukehlchen, es gehört übrigens zur Familie der Fliegenschnäpper, war vom Aussterben bedroht. Der Bestand hat sich aber nach Meinung vieler Ornithologen wieder leicht erhöht.

Jetzt lohnt es sich, nach Blaukehlchen Ausschau zu halten. Diese Zugvögel, 13 bis 14 Zentimeter groß, hatten uns im Herbst (September) verlassen und sind im März, spätestens im April, zurückgekehrt.

Sie sind selten in Gärten und auf freiem Feld zu finden. Blaukehlchen halten sich gern an dicht bewachsenen Rändern und Ufern von stillen Gewässern (Teichen) auf. Dort bauen sie auch ihre Nester aus Gras, Haaren und Moos.

Das Weibchen brütet fünf bis sechs Eier aus. Nach dem Schlüpfen beginnt für die Jungen eine gefährliche Zeit, weil der Nachwuchs, eher etwas plump, schon vor dem Flüggewerden das Nest verlässt. Und schon drohen Gefahren von Marder, Wiesel, von Greifvögeln, Raben und Elstern. Wir haben erlebt, wie Blaukehlchen ihre Brut lärmend und mit Sturzflügen verteidigten — fast immer ohne Erfolg. Eher das Gegenteil: Der Lärm lockte weitere „Räuber“ an.

An großen Seen sind Blaukehlchen selten zu finden, höchstens als Überflieger. Abseits gelegene Kleingewässer sind günstig.

Leider werden noch immer Uferbereiche solcher Teiche übertrieben „gepflegt“. Schilfränder und Ufer sollten weitgehend wegen der Vogelnester und wegen dort lebender Kleintiere „natürlich“

bleiben. Und der Anblick natürlicher Kleingewässer wird sicher auch von Naturfreunden begrüßt.

Es müssen nicht immer Sauen und Hirsche sein! Kleintiere sind bei genauem Hinsehen leichter zu entdecken und genau so interessant wie die „Großen“. Auch bei der großen Vogelschar fängt Interessantes nicht erst bei der berühmten Nachtigall an. Auch Stare und Spatzen sind bemerkenswert, und alle Kehlchen — besonders, wie wir aufgezeigt haben, die mit blauem oder rotem Brustfleck.

Georg Peinemann

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