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Lauenburg Bliestorfer Brandschützer auf dem Feuerwehrolymp
Lokales Lauenburg Bliestorfer Brandschützer auf dem Feuerwehrolymp
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20:43 29.06.2017
Rettungsschere und Spreitzer liegen schon bereit: Die Prüfer des Landesfeuerwehrverbandes schauten ganz genau hin, als die Einsatzübung „Verkehrsunfall“ abgearbeitet wurde. Quelle: Fotos: Jens Burmester
Bliestorf

Die Freiwillige Feuerwehr Bliestorf ist auf dem Feuerwehrolymp angekommen. Als dritte Wehr in Schleswig-Holstein nach den Freiwilligen Feuerwehren aus Holzbunge (Kreis Rendsburg-Eckernförde) im September 2015 und Offendorf (Kreis Ostholstein) im Oktober 2016 stellten sich nun auch die Bliestorfer Brandschützer der Leistungsbewertung der Sonderstufe, von einigen auch Roter Hahn 5 plus genannt. Sie bestanden. Wehrführer Henning Witten musste danach Haare lassen.

Die Feuerwehr erreicht höchste Leistungsstufe – Wehrführer Witte lässt danach Haare.

Stufen erklimmen

Zwölf Feuerwehren im Kreis Herzogtum Lauenburg haben die Stufe 1 der Leistungsbewertung Roter Hahn bestanden, 21 die Stufe 2, 24 haben Stufe 3, acht Freiwillige Feuerwehren die vierte Stufe. Die Stufe 5 haben die Wehren Börnsen, Dargow, Hohenhorn, Fitzen, Gülzow, Kuddewörde , Harmsdorf, Buchhorst, Krüzen und Pogeez geschafft. jeb

36 Monate müssen nach erfolgreicher Prüfung der Stufe 5 vergehen. Erst danach darf sich eine Feuerwehr der Sonderstufe stellen. Die Stufe 5 hatte Bliestorf im ersten Halbjahr 2014 abgelegt und seither für das Plus trainiert. Deutlich mehr Übungen und Sonderdienste als üblich waren in den vergangenen drei Monaten anberaumt worden, denn um das Ergebnis der fünften Stufe zu verbessern, mussten die Feuerwehrleute 100 Punkte mehr ergattern. Das erforderte ausgeprägte Disziplin, aber auch absolute Loyalität gegenüber der Wehr und eine hervorragende Ausbildung aller Mitglieder – und das über Jahre hinweg.

Trotz allen Übens hatten die Prüfer am Ende noch ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln. Eine der beiden Feuerwehrfrauen hatte nach Meinung der Prüfer zu hohe Schuhe zur Ausgehuniform an. Ein Verbandskasten im Auto war abgelaufen und wurde ebenso bemängelt wie die fehlende technische Prüfung der elektrischen Hallentore. Dafür aber sei die Gemeinde verantwortlich, nicht die Feuerwehr, machte die Prüfungskommission deutlich. Bürgermeister Georg Rudolf nahm die Kritik zur Kenntnis und will den Missstand beseitigen.

Positiv äußerten sich die Prüfer des Landesfeuerwehrverbandes über die Jugendabteilung mit ihren 14 Mitgliedern. Sie habe sich toll präsentiert, sagte der Chef der Prüfungskommission, Hauptbrandmeister Klaus-Peter Kühl vom Kreisfeuerwehrverband Ostholstein. Auch für den Förderverein „Emma“ hatte Kühl lobende Worte parat. Die Truppe des Feuerwehroldtimers hatte die „Emma“ wie immer auf Hochglanz poliert und nahm sogar an der Löschübung am Nachmittag teil.

Bevor es zum praktischen Teil ging, mussten einige Hürden gemeistert werden. Es gab die übliche Anzugkontrolle, das Gerätehaus wurde unter die Lupe genommen und sämtliche vorgelegten Papiere wurden geprüft. Dann hielt Wehrführer Witten einen Vortrag über Gefahren für die Feuerwehr an einer Biogasanlage und wie die Feuerwehr im Einsatz dort vorgeht. Der Prüfungstag endete mit einer Einsatzübung „Technische Hilfeleistung nach Verkehrsunfall“ und einer Löschübung nach Feuerwehrdienstvorschrift. Der stellvertretende Kreiswehrführer Torsten Möller und Kreisvorstandsmitglied Ralf Kreutner begleiteten die Prüflinge den ganzen Tag. Möller war dann derjenige, der die Urkunde, unterschrieben vom Landesbrandmeister und vom Kreiswehrführer, überreichte.

Wehrführer Witten, Bürgermeister Rudolph und die Zuschauer zeigten sich sehr erfreut über den Erfolg ihres Löschtrupps. Und weil es vorher abgemacht worden war, ging es Witten nach der Übergabe des neuen Schildes und der Urkunde an die Haare. Die Feuerwehrmänner Stefan Krüger und Eddi Rudolph griffen zur Schermaschine und verpassten ihm eine Glatze.

Jens Burmester

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