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Lauenburg Blitzeinschlag im Bauernhaus - Protokoll der Ereignisse
Lokales Lauenburg Blitzeinschlag im Bauernhaus - Protokoll der Ereignisse
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15:17 14.04.2012
Zwei Zimmer im Erdgeschoss waren vom Brand betroffen. Quelle: Christian Nimtz
Breitenfelde

Dramatische Minuten am Donnerstagnachmittag in der Straße Neuenlande. Gegen 15:45 Uhr hörten die beiden Bewohner eines alten Bauernhauses einen lauten Knall, anschließend das schrille Geräusch der Rauchmelder - in ihrem Haus brannte es! „Das 80- und 84-jährige Ehepaar hielt sich gerade in ihrer Küche auf, als es plötzlich sehr laut knallte“, sagte Polizeipressesprecherin Sonja Kurz.

In diesem Moment bereitete sich auch schon Brandgeruch im gesamten Haus aus. Als wenige Minuten später ein alarmierter Streifenwagen der Polizei sowie eine Rettungswagenbesatzung eintrafen, stand ein Gästezimmer im Erdgeschoss des Hauses bereits in hellen Flammen. Zudem drang dichter Qualm aus dem Fenster heraus.

„Die 80- jährige versuchte noch, über Festnetz den Notruf zu wählen, was jedoch misslang weil das Telefon nicht mehr funktionierte“, so Sonja Kurz weiter. Die Bewohnerin lief schließlich zu ihrer Nachbarin hinüber. Der Enkel der Nachbarin rief über Handy dann die Feuerwehr an, da auch deren Festnetztelefon nicht funktionierte.

Die vier Freiwilligen Feuerwehren aus Breitenfelde, Niendorf / Stecknitz, Bälau und Alt Mölln bekamen den Brand schnell unter Kontrolle. „Während ein Atemschutztrupp das Feuer im Gästezimmer bekämpfte, stellte sich heraus, dass der darüber liegende Dachboden aus Wärmedämmungszwecken voll gefüllt mit Heu und Stroh war“, berichtet Einsatzleiter Ernst-Georg Köhn. „Aufgrund dieser Situation forderte ich sofort die Freiwillige Feuerwehr Mölln mit der Wärmebildkamera nach“, so Breitenfeldes Wehrführer weiter.

Die beiden Hausbewohner wurden währenddessen vor Ort von der Rettungswagenbesatzung versorgt. Zwei Zimmer im Erdgeschoss waren vom Brand betroffen. Gegen 19 Uhr hatten die 43 Einsatzkräfte aller Nachlöscharbeiten abgeschlossen. Ein Feuerwehrmann aus Breitenfelde führt an dem Abend zur Sicherheit stündlich bis zum Freitagmorgen eine Brandkontrolle durch.

„Aufgrund mehrer dicht am Teich stehender Pappeln, war der nahe gelegene Löschwasserteich so verdreckt, dass wir mit unserer Pumpe nur mit letzter Mühe und Not noch Wasser heraus bekommen haben“, berichtet Wehrführer Ernst - Georg Köhn. „Da muss jetzt wirklich schnell gehandelt werden“. Der entstandene Sachschaden am Haus wird auf cirka 10.000 Euro geschätzt.

„Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Kriminalpolizei Ratzeburg, war an einem von den in der Straße stehenden Holzmasten an der die Telefonoberleitung hängt, der der Blitz eingeschlagen“, sagte Sonja Kurz. „Dieses führte vermutlich zu einem Kurzschluss mit anschließendem Kabelbrand im Haus wodurch das Feuer entstand“. Durch den Blitzeinschlag, war in der gesamten Ortschaft das Telefonnetz ausgefallen. Bis das Haus wieder bewohnbar ist, kommt das Ehepaar erst einmal bei ihrem Sohn unter.

Christian Nimtz

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