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Lauenburg Bodenproben an der Deponie Groß Weeden
Lokales Lauenburg Bodenproben an der Deponie Groß Weeden
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21:15 03.09.2013
Die Bürgermeister (v. l.) Andreas Albrecht (Rondeshagen), Christian Prüsmann (Sierksrade) und Michael Grönheim (Berkenthin) mit Bernd Schemschat vom Bodenschutzdienst. Quelle: Foto: hfr

Ausgestattet mit Eimer, Kelle, Schaufel, Metermaß und Absperrband hat sich Bernd Schemschat, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bodenschutzdienst (BSD) Kiel, in den vergangenen Tagen in Groß Weeden, Rondeshagen und Berkenthin auf den Weg gemacht, um nach 2009 erneut Bodenproben zu nehmen. Beauftragt wurde der BSD vom Amtsausschuss Berkenthin, der auf Antrag und Beschluss der Gemeindevertretung Berkenthin eine Wiederholung der Messung auf Dioxine und Furane in unmittelbarer Umgebung der Sonderabfalldeponie Rondeshagen angeregt hatte und dafür die Kosten übernimmt.

Die Proben werden an denselben Messpunkten am alten Gutsfriedhof in Groß Weeden, am Sportplatz Berkenthin, am Kindergarten, an der Stecknitz-Schule und an der Kirche in Berkenthin gezogen.

Bürgermeister Michael Grönheim aus Berkenthin: „Damit ist eine Vergleichbarkeit der Mess-Ergebnisse von 1993 und 2009 hergestellt, und wir können nun eine Zeitreihe aufbauen.“ Die Messungen der Vergangenheit hatten als Ergebnis keine Verunreinigungen mit den gefährlichen Stoffen ergeben.

Die drei Bürgermeister aus Rondeshagen, Andreas Albrecht, aus Sierksrade, Christian Prüsmann, und Berkenthin, Grönheim, begleiteten den Wissenschaftler und erkundigten sich nach der umfassenden Arbeitsmethodik. So werden in einem abgesteckten Areal jeweils 21 kleine Proben gezogen und direkt vor Ort miteinander vermischt. Es ergeben sich somit insgesamt sechs nachvollziehbare Mess-Ergebnisse, die aufgrund der Hauptwindrichtung der Sonderabfalldeponie ausgesucht wurden. Prüsmann sagte:

„Die hier angewandte Methodik wurde nach der letzten Messung 2009 als richtungweisend vom Landesamt für Geologie und Bodenschutz gelobt. Wir sind froh, dass das Ergebnis damals negativ war und hoffen nun auch auf eine Negativ-Meldung.“

Angesprochen auf die Kosten der Untersuchung sagt Albrecht: „Leider finden wir beim Betreiber der Deponie kein Verständnis für die Ängste der Bevölkerung. Wir wollen Klarheit haben, ob gegebenenfalls Schadstoffe freigesetzt werden. Da es keine Verpflichtung des Gesetzgebers für den Betreiber gibt, geben wir die Untersuchung selbst in Auftrag.“ Mit einem Ergebnis ist Ende September zu rechnen.

LN

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