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Lauenburg Brackmann: 27 Millionen Euro für Helmholtz-Zentrum
Lokales Lauenburg Brackmann: 27 Millionen Euro für Helmholtz-Zentrum
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21:53 31.08.2017
Norbert Brackmann (v.r.) in Schwarzenbek. MIT-Vorsitzender Rasmus Vöge, Winfried Kober. Quelle: Foto: Ge

„Was kann die Wirtschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg von der CDU erwarten?“ Diese Frage hat die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) dem Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann gestern bei einer Zusammenkunft in Schwarzenbek gestellt. Antwort: Offenbar sehr viel, wenn die CDU an der Regierung ist, denn in seinem Vortrag kündigte der Haushaltspolitiker auch neue Investitionen in Millionenhöhe für das Helmholtz-Zentrum Geesthacht an.

Sprachrohr kleiner Betriebe

Die MIT (Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Schleswig-Holstein) ist eine von der CDU gestützte Gruppe. Sie ist das politische Sprachrohr der kleinen und mittelständischen Unternehmen. In Schleswig-Holstein haben sich 40000 Mittelständler aus allen Bereichen der Wirtschaft zusammen geschlossen, um Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.

Auf Einladung des neuen Vorsitzenden der MIT, Rasmus Vöge, war der CDU-Politiker in die Europastadt gekommen. „Der Wissenschaftsstandort Geesthacht wächst weiter, dank der Investitionen des Bundes.

In 2018 wird der Bund allein über 6,2 Millionen Euro für die Erweiterung der Institutsgebäude und die Ausstattung des Helmholtz-Zentrums aufwenden. Weitere 20,8 Millionen Euro gibt der Bund für zwei neue Forschungsprojekte“, so Norbert Brackmann. „Das Helmholtz-Zentrum in Geesthacht zieht junge Wissenschaftler und kluge Köpfe an, die zu Innovationen beitragen werden. Davon profitieren aber auch die Stadt Geesthacht und der Kreis. Es kommen Menschen, die hier nicht nur arbeiten, sondern auch leben werden. Sie verändern das Stadtbild und die Bürgerschaft. Sie stärken auch den Wissenschaftsstandort Geesthacht, wo sich neue Unternehmen aus dem Helmholtz-Zentrum ausgründen oder neu ansiedeln werden“, erläutert Norbert Brackmann.

In dem zweistündigen Gespräch ging es auch um Digitalisierung. Der Haushaltsausschuss des Bundes habe vier Milliarden Euro bereit gestellt, um die Industrie zu fördern. „In Sachen Breitbandverkabelung liegt Deutschland weit hinten“, sagte Brackmann. Die Förderrichtlinien für Gewerbebetriebe seien geändert worden. Jetzt könnten auch einzelne Betriebe gefördert werden, um Glasfasernetze anschließen zu können – bei einem Eigenanteil von 2000 Euro. Damit bestehe die Möglichkeit, an neuen Produktionsformen, wie zum Beispiel 3-D-Drucke, teilzunehmen. Brackmann ging auch auf den Fachkräftemangel ein. Da bis 2040 rund 9,5 Millionen Arbeitsplätze wegfielen, sollte nicht mehr in allen Berufen ausgebildet werden. „Wir brauchen bald keine Lokführer mehr, dafür aber Menschen mit viel mehr Kenntnissen in der Digitalisierung.“

 ge

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