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Lauenburg Bewohner sind im Ort gut untergebracht
Lokales Lauenburg Bewohner sind im Ort gut untergebracht
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15:37 03.12.2018
Das durch ein Großfeuer zerstörte Bauernhaus in Bliestorf an der L92 ist nicht mehr zu retten und wird voraussichtlich abgerissen. Quelle: Joachim Strunk
Bliestorf

„Zum Glück ist das nicht später – zur Schlafenszeit – passiert“, sagt Georg Rudolf und atmet nachträglich noch einmal durch. Er selbst habe am Sonnabend gegen 22 Uhr plötzlich ein lautes Knallen und Knacken gehört – „mir lief es da gleich eiskalt den Rücken hinunter“ – und er habe aus dem Fenster aufs Nachbarhaus geschaut. Dort war aber nichts zu sehen.

Als Rudolf, Bürgermeister der Gemeinde Bliestorf, dann zur Tür hinausblickte, habe er das nahe gelegene Bauernhaus an der Ortsdurchfahrt (Kastorfer Straße/L92) „lichterloh brennen“ gesehen. „Ich habe sofort 112 gewählt, da war es 22.03 Uhr.“

Gleich ins Freie gerettet

Erik C., Bewohner des Hauses, hatte da seinen Notruf bereits sieben Minuten früher abgesetzt. Wie er Rudolf gegenüber später erzählte, hätten er, sein Bruder und deren im Haus mitwohnende Tante Fernsehen geschaut, als plötzlich TV-Gerät und Licht ausgingen und der Strom ausfiel.

C. sei sofort auf die Diele des Hauses, wo der Stromverteilerkasten angebracht ist, gegangen. Dort seien ihm bereits die Flammen entgegengeschlagen. Alle drei hätten sich daraufhin sogleich ins Freie gerettet und die Feuerwehr alarmiert.

Löscharbeiten bis 3.30 Uhr

Diese war massiv präsent, alle neun Wehren des Amtes und auch der Teleskopmastwagen der Ratzeburger Feuerwehr waren schnellstmöglich am Einsatzort, konnten jedoch kaum noch etwas retten. Die Löscharbeiten dauerten bis 3.30 Uhr an, die Bliestorfer Wehr stellte – wie bereits berichtet – eine Brandwache bis zum Morgen bereit.

Die Situation am Montag

Am Montagmittag waren Mitarbeiter einer Rohrleitungsfirma und eines Elektrounternehmens am Unglücksort, um die Schäden an den Leitungen zu reparieren. Auch zwei Beamte der Kriminalpolizei aus Ratzeburg sichteten die Lage. Polizeisprecher Holger Meier erklärte allerdings am Montagnachmittag, dass die Brandursache bislang unbekannt sei und es auch keinerlei Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gebe.

Keine Spekulation über Brandursache

Thomas C., der ältere Bruder von Erik, erklärte, dass man noch einen Gutachter von der Versicherung erwarte. Auch über die Schadenshöhe konnte noch niemand Auskunft erteilen.

Bürgermeister Rudolf, selbst von Beruf Elektroingenieur, könnte sich einen Kurzschluss als Ursache des Brandes vorstellen. Aber alle Erklärungsrichtungen seien zum derzeitigen Stand „reine Spekulation“.

Dank für Hilfsangebote

Die Einwohner von Bliestorf und auch Bürger umliegender Dörfer zeigten sich geschockt. Er habe schon das eine oder andere Hilfsangebot selbst ausgesprochen oder übermittelt, erklärte Rudolf. So habe beispielsweise Pastor Ulrich Schwetasch aus Krummesse gleich angerufen. Auch Leser der Lübecker Nachrichten haben sich direkt oder über Facebook nach Hilfsmöglichkeiten erkundigt.

Rudolf: „Ich habe mit Erik C. gesprochen, der sich bedankt hat, aber zurzeit keine Notwendigkeit sieht, Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen.“ Auch Eriks Bruder Thomas erklärte gegenüber dem LN-Reporter, man sei gut untergebracht im Dorf in einer freien Wohnung eines weiteren Bruders.

Joachim Strunk

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