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Lauenburg Brand in Feuerwehrschule
Lokales Lauenburg Brand in Feuerwehrschule
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22:02 13.04.2018
Feuerwehrleute löschen den Schwelbrand in der Feuerwehrschule in Elmenhorst. Quelle: Timo Jann
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Elmenhorst

Gegen 9 Uhr kam der Alarm. Gebäudebrand Lankener Weg hieß es. „Für uns schon ein kurioser Einsatzort“, sagte Amtswehrführer Wolf-Dieter Abel. Auf der Anfahrt konnten die Feuerwehrleute aus Talkau bereits Rauch aufsteigen sehen – einige dachten zunächst an eine Übung. Doch es brannte wirklich. Das betroffene Gebäude wurde – zumindest bisher – nur für die theoretische Ausbildung genutzt. Jetzt galt es, ganz unerwartet praktisch zu zeigen, was man gelernt hat. Atemschutzträger kletterten auf das Dach, Kollegen brachen die Fassadenplatten auf. „Das war Schwerstarbeit, die Platten waren sehr widerspenstig, wir mussten sie schließlich auf mehreren Quadratmetern an zwei Stellen demontieren“, berichtet Abel. Auch Kreiswehrführer Sven Stonies eilte an den Einsatzort, um sich direkt zu informieren. Feuerwehrleute aus Elmenhorst, Sahms und Talkau setzten zwei Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Später rückte das Technische Hilfswerk (THW) aus Mölln an, um Dach und Fassade des Gebäudes wieder wetterdicht zu machen.

„Das war für uns schon ein kurioser Einsatzort. Wolf-Dieter Abel, Amtswehrführer

Morgens hatte eine Mitarbeiterin des Kreisfeuerwehrverbandes rund um das Gebäude mit einem Gasbrenner Unkraut abgeflammt. Was regelmäßig Heimwerkern bei ihrem Kampf gegen unerwünschtes Grün passiert, traf jetzt die Profis im Umgang mit Feuer: Es entwickelte sich unbemerkt ein Schwelbrand. „Ich bin da drauf zu gekommen und sah dann den Rauch aufsteigen“, berichtete Gabi Heitmann, Geschäftsführerin des Kreisfeuerwehrverbandes. Sofort wurde über den Notruf Hilfe angefordert. Das Feuer breitete sich über die gesamte Gebäudehöhe aus, wanderte an einer Glaswand vorbei auch ins Innere. Doch dort blieb der Schaden gering. „Wir gehen erstmal davon aus, dass die Ausbildung fortgesetzt werden kann“, so Abel.

Eineinhalb Stunden zogen sich die Löscharbeiten der 20 eingesetzten Feuerwehrleute hin.

 Timo Jann

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