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Lauenburg Brand in Neubau löst Großeinsatz aus
Lokales Lauenburg Brand in Neubau löst Großeinsatz aus
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14:17 05.10.2017
 Am Donnerstagmorgen hat in Ratzeburg ein Wohnhaus gebrannt. Die Feuerwehr rückte mit Atemschutzgeräten an. Quelle: Jens Burmester
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Ratzeburg

Noch während der Anfahrt zum Einsatzort in der Straße Dermin lies der Einsatzleiter der Ratzeburger Feuerwehr die freiwilligen Wehren aus Bäk-Mechow-Römnitz und Schmilau nachalarmieren.

Gemeldet hatten das Feuer einige Handwerker einer Elektrofirma, die dort eigentlich arbeiten wollten. Als sie auf der Baustelle ankamen, sahen sie den Rauch und setzten sofort den Notruf ab. Nach LN-Informationen haben sowohl am Vortag als auch am diesem Tag keine Arbeiten an dem Haus stattgefunden. Die Ursache des Feuers ist nicht bekannt. Beamte der Ratzeburger Kriminalpolizei haben noch während des Feuerwehreinsatzes die Ermittlungen aufgenommen. "Dass es zu keinem größeren Schaden gekommen ist, ist dem schnellen Notruf der Handwerker zu verdanken. Und auch die Zusammenarbeit der Feuerwehren untereinander hat sehr gut funktioniert", betonte Einsatzleiter Christian Nimtz. 

Um 10.30 Uhr meldete die Einsatzleitung dann Feuer aus. Zuvor hatten die Einsatzkräfte Teile des Daches an dem im Bau befindlichen Haus aufgenommen, um an die Brandherde und Glutnester heranzukommen. Bei dem Neubau handelt es sich um ein Haus in Holzständerbauweise, in dem viele Holzfaserplatten verbaut sind. Einsatzleiter Nimtz konnte noch Flammen am Dachüberstand an der Rückseite des Hauses ausmachen. 

Die Straße Dermin ist eine kleine, abschüssige Straße mit Kopfsteinpflaster in der Nähe des Ratzeburger Krankenhauses. Platz für die großen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren ist dort kaum vorhanden. Weil sich nur wenig Ratzeburger Einsatzkräfte über Funk bei der Leitstelle in Bad Oldesloe meldeten und nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter erhöhte die Leitstelle schließlich das Einsatzstichwort von "Feuer Standard" auf "Feuer 3". Damit wurden die Feuerwehren Ziethen, Mustin, Einhaus und auch Mölln sowie die Technische Einsatzleitung des Kreises nachalarmiert. Vorwiegend ging es darum, weitere Atemschutzgeräteträger zur Einsatzstelle zu bekommen. "Wir konnten nur unter Atemschutz arbeiten. Daher habe ich das Einsatzstichwort in Absprache mit der Leitsstelle erhöhen lassen, weil wir viel zu wenig Atemschutzgeräteträger hier zur Verfügung hatten", bestätigte Nimtz. Durch die Isoflock Dämmung hatte sich der Brandherd beziehungsweise die Glutnester schon erheblich ausgedehnt.

jeb

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