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Lauenburg Breckwoldt-Nachlass wird Kunstprojekt für jedermann
Lokales Lauenburg Breckwoldt-Nachlass wird Kunstprojekt für jedermann
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16:15 29.05.2017
Jutta Thies vom Bürgerverein Pro Lauenburg, der das Projekt Kunstpfad unterstützt, und Bürgermeister Andreas Thiede mit den in der Stadt eingelagerten Skulpturen. Quelle: Foto: Timo Jann
Lauenburg

Nach ihrem Tod 2013 hinterließ die in Lauenburg geborene Künstlerin Edith Breckwoldt etwa 180 groß- und kleinformatige Skulpturen. Aus Hamburg, wo die Künstlerin zuletzt gelebt hatte, sind die Kunstwerke jetzt „zurück“ nach Lauenburg gelangt – und sollen hier die Basis für ein einzigartiges Kunstprojekt in der Öffentlichkeit sein. „Das Thema wird jetzt nach und nach für jedermann sichtbar“, freut sich Bürgermeister Andreas Thiede. Im Herbst war Thiede mit mehreren Lauenburgern nach Hamburg gereist und hatte dort dafür geworben, die Skulpturen in Zusammenarbeit mit der Breckwoldt-Stiftung nach Lauenburg zu holen. Mit Erfolg.

„Wir haben sofort erkannt, dass sich hier eine große Chance bietet und sind gerne dabei“, berichtet Bernd K. Jacob von der Friedhofsverwaltung. Auf dem parkähnlichen Gelände zwischen Hamburger Straße und Lütauer Chaussee sollen mehrere Skulpturen einen neuen Platz finden. Jacob: „Wir denken unter anderem an ein Monument, um das herum wir beispielsweise ein neues Urnenfeld anlegen könnten. Frau Breckwoldt hat sich sehr auch mit dem Thema Kirche befasst, da passt das einfach gut zu uns.“ „Kauerndes Kind“ etwa ist eine Skulptur, die zum Kindergrabfeld passen würde; „Die Liebenden“ wären ebenfalls thematisch geeignet. Jacob schätzt, dass sich die entsprechende Entwicklung des Geländes einige Jahre hinziehen wird. Die ersten Skulpturen sollen aber noch in diesem Sommer ihren Platz finden.

In der Werkstatt der Elmenhorster Bildgießerei von Henning Wittkamp sollen die Kunstwerke jetzt aufgearbeitet werden. Die Mitarbeiter hatten sich auch fachmännisch um den schonenden und sicheren Transport von Hamburg in ein Lager nach Lauenburg gekümmert.

„Unsere Idee des Kunstpfads ist im Rahmen des vorigen Jahres gestellten Förderantrags sehr positiv aufgenommen worden“, sagt Thiede. Jetzt wird noch nach einer Ko-Finanzierung gesucht, aber die Aussichten seien gut, so der Bürgermeister zum aktuellen Stand. Am 25. Juni wird um 11 Uhr in Räumen der Kreissparkasse an der Alten Wache die erste Ausstellung mit Werken von Edith Breckwoldt eröffnet. Das Restaurant im geplanten Hotel am Fürstengarten soll nach der Künstlerin benannt werden – und die Anlage mit Kunstwerken ausgestattet werden.

 Timo Jann

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