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Lauenburg Brennstoffzelle im Haus spart Energie
Lokales Lauenburg Brennstoffzelle im Haus spart Energie
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21:04 13.10.2017
Vereinigte Stadtwerke Prokurist Manfred Priebsch (li.) und Bauunternehmer Peter Johannßen in dem Anschlussraum mit der Brennstoffzelle, die eher unscheinbar neben dem Gasbrenner (re.) verbaut ist. Quelle: Fotos: Jeb

Nach Angaben der Vereinigten Stadtwerke sollen damit neben CO2-Emissionen auch erhebliche Energiekosten eingespart werden. Möglich wurde dieses Pilotprojekt durch eine Kooperation mit dem Heizsystemhersteller Viessmann und dem Erdgasversorger Wingas aus Kassel. Gemeinsam weihten die Unternehmen jetzt mit den Vereinigten Stadtwerken diese hocheffiziente Brennstoffzelle im Anschlussraum des Mehrfamilienhauses mit seinen vier Wohnungen ein.

Erstmals setzen die Vereinigten Stadtwerke eine hocheffiziente Heizungstechnik ein. In dem Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Möllner Waldstadt, das Investor Hans Hagen gehört und von Bauunternehmer Peter Johannßen aus Alt-Mölln gebaut worden ist, wurde in die Heizungsanlage eine Brennstoffzelle integriert.

Zuschuss für Brennstoffzellen

Mit dem KfW-Programm können Bauherren staatliche Fördermittel für eine Brennstoffzelle in Höhe von bis zu einem Betrag von 9300 Euro in Anspruch nehmen.

Zusätzlich gibt es noch eine Pauschalvergütung nach KWK-G in Höhe von 1800 Euro.

Das Gerät wurde in die bestehende Technik integriert und liefert über die Brennstoffzelle bis zu 4000 Kilowattstunden (kWh) Strom und etwa 5000 kWh Wärme pro Jahr. Damit deckt sie rund 50 Prozent des Strombedarfs des Vier-Familienhauses und bis zu 25 Prozent des Wärmebedarfs aller Haushalte in dem Gebäude ab. Die Vereinigten Stadtwerke betreiben die Brennstoffzelle im Rahmen eines zehnjährigen Contracting-Vertrages, der auch die Wartung beinhaltet. Die Mieter zahlen somit nur für die erzeugte Energie.

„In den vergangenen Jahren sind bei Feldtests mit Brennstoffzellen im Privatkundensegment gute Erfahrungen mit der Brennstoffzellentechnik gemacht worden. Die Vereinigten Stadtwerke übernehmen durch die Nutzung effizienter Gastechnologien Verantwortung für den Klimaschutz und stärken gleichzeitig ihr Image als ökologisch-orientierter Energieversorger“, erklärte Manfred Priebsch, Prokurist der Vereinigten Stadtwerke. Damit sei eine schnelle und günstige CO2-Einsparung mit Erdgas-Technologie möglich.

Priebsch sieht noch weitere Vorteile: „Die Kooperation ist eine tolle Sache und für uns eine gute Gelegenheit, solch ein Weg weisendes Projekt in die Praxis umzusetzen.“ Damit gingen die Vereinigten Stadtwerke einen Schritt in die Zukunft und seien gewillt zu zeigen, wie zuverlässig und effektiv die Technik arbeite. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 80 Prozent sei die Brennstoffzelle bestens geeignet, die Auflagen der Energieeinsparverordnung im Neubau zu erfüllen.

Die Vorzüge des Brennstoffs und der innovativen Technologie unterstreicht Wingas-Pressesprecher Nicholas Neu: „Mit moderner und effizienter Heiztechnologie auf Erdgasbasis lassen sich schnell und preisgünstig signifikante CO2-Einsparungen erzielen und die individuellen Heizkosten reduzieren.“ Gerade im emissionsstarken Wärmemarkt könne Erdgas durch seine überlegenen Eigenschaften dazu beitragen, die deutschen CO2-Einsparziele im Wohnbereich zu erreichen.

Von der hocheffizienten, zukunftsweisenden Brennstoffzellentechnologie sei das von ihm vertretene Unternehmen besonders überzeugt und biete daher Stadtwerken über das firmeneigene Förderprogramm die Möglichkeit, die innovative Technik in der Praxis einzusetzen, sagte Neu.

Jens Burmester

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