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Lauenburg Bronzemedaille beim Bundeswettbewerb
Lokales Lauenburg Bronzemedaille beim Bundeswettbewerb
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21:03 31.10.2013
Kristin zeigt ihr Meisterwerk: eine Buttercreme-Torte mit eingefärbter Weinhaube und Schoko-Kreation „Karneval in Venedig“. Quelle: Burmester

Nur knapp hat Kristin Schmidt-Burmester den Titel als beste deutsche Konditorin verpasst. Die Konditorgesellin aus Kastorf ist amtierende Landesmeisterin und belegte beim Bundesentscheid Anfang dieser Woche in Berlin einen hervorragenden dritten Platz.

Für die 21-Jährige ist es schlichtweg der Traumberuf, den sie drei Jahre lang im Parkcafé der Familie Villwock in Bad Segeberg erlernt hat. „Sie hat Lust zu diesem Beruf, sie hat Elan, sie hat es im Blut und sie hat ein feines Händchen“, lobt Konditormeisterin Gesa Posner, die mit Kristin zusammen arbeitet. Chefin Angela Villwock hat von der ersten Minute an gemerkt, wie viel Lust die Kastorferin nicht nur am Beruf, sondern auch an der Arbeit an sich hat.

„Ich bin von meiner Urgroßmutter inspiriert worden“, sagt Kristin. Schon mit sechs Jahren habe sie oft gebacken, und weil das so viel war, mussten auch die Nachbarn schon immer mitessen und probieren.

„Ich habe während meiner Lehrzeit gemerkt, dass meine Entscheidung, Konditorin zu werden, absolut richtig war. Und ich hatte das Glück, in einem tollen Betrieb zu lernen, wo man mein Talent schnell bemerkt und mir dann auch viel Freiraum gegeben hat. So konnte ich viel ausprobieren und auch etliche neue Dinge kreieren.“

Dabei sei es sicherlich auch ein Vorteil, dass der Betrieb recht familiär ist. Drei Bäcker und zwei Konditorinnen, dazu der Chef als Meister beider Fachrichtungen. „Das passt“, sagt Kristin. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen. Denn während Kristin arbeiten oder eben schlafen muss, gehen andere in ihrem Bekanntenkreis auf die Piste. „Da kann ich fast nie dabei sein, gerade auch bei Geburtstagsfeiern. Das belastet mich schon sehr.“ Doch eines sagt sie auch: „Wahre Freundschaft leidet darunter nicht, aber ist schon schwierig.“

Und auch der weite Weg von Kastorf nach Bad Segeberg hat nie gestört. Nur die Benzinkosten hätten fast den gesamten Lehrlingslohn am Anfang aufgebraucht. Möglichst bald will Kristin ihren Meistertitel machen. Eine eigene Konditorei könnte sie sich später ebenfalls gut vorstellen.

Ein- und Aufstieg
Zwei geschickte Hände, ein gut entwickelter Geruchs-, Geschmacks- und Farbsinn sollte ein Konditor besitzen. Drei Jahre dauert die Ausbildung, die mit der Gesellenprüfung endet.

Wer sich weiterbildet, kann beispielsweise Meister, Berufsschullehrer oder Chef-Patissier werden, oder eben eine eigene Konditorei eröffnen. jeb

Jens Burmester

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