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Brücken bauen zu von Not gezeichneten Menschen

Ratzeburg Brücken bauen zu von Not gezeichneten Menschen

Vom 10. September bis 9. Oktober finden die neunten Interkulturellen Wochen in Ratzeburg, Mölln, Gudow, Berkenthin, Sandesneben und Lübeck statt. Sie sollen den Austausch zwischen Flüchtlingen und Einwohnern fördern. Das Programm gibt's im Rathaus Ratzeburg und online unter www.diakonie-rz.de.

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Gespannt richten sie ihren Blick auf den Startschuss der neunten Interkulturellen Wochen. Stephanie Petersen (v.l.), Heiko Steiner und Diana Bauder organisieren die Veranstaltung, die im letzten Jahr 800 Besucher und etliche freiwillige Helfer anlockte.

Quelle: Stefanie Ender

Ratzeburg. Nicht nur sitzen und reden, sondern gemeinsam schmecken, riechen, sehen und fühlen. Das Programm für die neunten interkulturellen Woche steht und ist im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Einen Monat lang wird es ab dem 10. September jeden Tag in Ratzeburg, Mölln und Umgebung etwas für Augen, Ohren und Nase geben. Das Diakonische Werk Herzogtum Lauenburg will sich damit für die Integration von Flüchtlingen einsetzen und für einen interkulturellen Austausch zwischen Einheimischen und Migranten sorgen.

„Zum Auftakt veranstalten wir am 10. September wieder ein Fußballturnier auf dem Marktplatz in Ratzeburg“, sagt Stephanie Petersen, Sozialarbeiterin des Diakonischen Werkes. Von 10 bis 17 Uhr kicken dort Vierermannschaften gegeneinander. Interessierte können sich kurz vor Turnierstart vor Ort anmelden. Vergangenes Jahr waren 19 Mannschaften angetreten. Nicht nur Fußballbegeisterte aus den verschiedenen Altersklassen, sondern auch Flüchtlinge, Menschen mit Migrationshintergrund und Ratzeburger werden erwartet. „Wir wollen Brücken zwischen verschiedenen Menschen schlagen. Es geht uns darum, dass wir lernen, miteinander und nicht über andere zu denken“, sagt Geschäftsführer Heiko Steiner. „Zum diesjährigen Motto – Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt – sprechen wir verschiedene Sinne an.“ Die Geschmacksnerven wollen die Organisatoren zum Beispiel beim interkulturellen Kochen am 23. September ab 17 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum Stellwerk anregen. Dort werden sie mit den Besuchern Gerichte aus verschiedenen Ländern zubereiten. „Auch der Intellekt bekommt Nahrung“, sagt Heiko Steiner. So wird es etliche Lesungen und Ausstellungen geben, zum Beispiel die Fotoausstellung „Schöne neue Welt? Schönes neues Leben?“. „Wir drehen die Perspektive der Medien um und lassen Flüchtlinge ihre Erlebnisse und Gefühle darstellen. Schließlich haben viele ihre Eindrücke bei ihrer Einreise per Smartphone festgehalten“, sagt Diana Bauder, Sozialpädagogin des Diakonischen Werks Herzogtum Lauenburg. In den neun Jahren, in denen die interkulturellen Wochen gefeiert werden, haben sich die Themen verändert. Das Fußballturnier gibt es von Anfang an. „Damals war der Marktplatz ein Treffpunkt für Menschen aus der rechten Szene und wir wollten dagegen halten und zeigen, wie bunt Ratzeburg ist“, sagt Stephanie Petersen. „Heute, vor allem wegen der steigenden Flüchtlingszahlen, fokussieren wir auf die Integration“, sagt Heiko Steiner. „Denn zum Thema Integration ist es hier still geworden.“ Auch vom Runden Tisch „Willkommenskultur Ratzeburg“ höre man wenig. Obwohl das Angebot, speziell an Migranten, durch ihn maßgeblich gewachsen sei. Das bemerken auch die Organisatoren der interkulturellen Wochen. „Wir haben mit dem interkulturellen Gottesdienst vor neun Jahren begonnen. Nun ist das Programm so groß, dass es nicht mehr in nur eine Woche passt und wir einen Monat lang feiern“, sagt Stephanie Petersen. In diesem Jahr sind weitere fünf Programmpunkte dazu gekommen.

Veranstaltungen an sechs Orten

Vom 10. September bis 9. Oktober finden die Interkulturellen Wochen in Ratzeburg, Mölln, Gudow, Berkenthin, Sandesneben und Lübeck statt.

Das Programm wird demnächst im Rathaus Ratzeburg und in Geschäften in den beteiligten Orten ausliegen oder online unter www.diakonie-rz.de abrufbar sein.

Bundesweit finden jedes Jahr Interkulturelle Wochen statt, organisiert von allen drei christlichen Konfessionen - evangelisch, katholisch und orthodox.

Mit allen Sinnen Integration feiern: Die neunten Interkulturellen Wochen des Diakonischen Werks sollen den Austausch zwischen Flüchtlingen und Einwohnern fördern.

 Stefanie Ender

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