Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg „Bruno“ – Hundkind mit großer Aufgabe
Lokales Lauenburg „Bruno“ – Hundkind mit großer Aufgabe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:54 04.06.2016

Das ist ja witzig. Alle paar Schritte fühlt sich der Boden anders an. Angst hat „Bruno“ aber nicht. Unbeirrt setzt er seine Pfötchen, eins vors andere, läuft neben Anika Stoldt her, wackelt vergnügt mit dem Schwanz als er gelobt wird und ein Stück Wurst abstaubt. „Bruno“ ist ein 16 Wochen alter Golden Retriever, und er ist einer der Welpen, die gestern anlässlich des Tages des Hundes auf dem Vereinsgelände des Hundesportvereins Groß Grönau den Pfötchenparcours einweihen durften.

Etwa fünf Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Die Tiere werden beschmust, bespaßt, im Sport eingesetzt. Manche haben sogar einen ernsten Job, verdienen ihr Futter im Schutz- und Wachdienst, als Fährtenhunde, in der Vermisstensuche als Man- und neuerdings sogar Pettrailer. Hunde im Einsatz als Heiler und Helfer: Das ist nicht neu. Der kleine „Bruno“, der jetzt in einem eingezäunten Bereich vergnügt mit anderen Welpen tobt, soll später einen verantwortungsvollen Job übernehmen. Er soll im Alltag die Tochter von Anika Stoldt begleiten. Nele ist schwerstbehindert. „Seit wir ,Bruno’ haben, geht es ihr viel besser“, sagt ihre Mutter.

Gestern war mächtig was los auf dem Gelände des Hundesportvereins Groß Grönau. Zusätzlich zu den üblichen Trainingseinheiten waren Stände aufgebaut mit allem rund um den Hund – vom Haustierregister „Tasso“ über Futtermittel, Spielzeug, Halsbänder und Leinen bis hin zur Haustierhilfe Lübeck. Der Tag des Hundes wird in Deutschland am ersten Sonntag im Juni gefeiert: Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) widmet diesen Tag dem „besten Freund des Menschen“ und würdigt die besondere Rolle von Hunden in der Gesellschaft. In Groß Grönau wurde den Besuchern Hundesport und -show geboten, auch die Polizeihundestaffel Lübeck stellte sich vor.

Für Vereinsvorsitzenden Markus Linkert war die Einweihung des „Pfötchenparcours“ der Höhepunkt. Dort lernen die Hundekinder, über verschiedenste Untergründe zu laufen – Hängebrücke und Wackelbrett inklusive. „Bruno“ hat also einen für den Verein wichtigen Moment miterlebt und sogar mitgestaltet. Hat den kleinen Kerl aber nicht beeindruckt. Warum auch? Am anderen Ende der Leine hängt schließlich Chefin Anika, und am Parcoursende wartet Frauchen Nele – da kann doch gar nichts schief gehen.

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte den Tierheimen in Mölln, Roggendorf und Geesthacht einen Besuch abstatten. Dort warten immer nette Hunde auf Familienanschluss.

 Dorothea Baumm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige