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Lauenburg Buchholzer Kita ist komplett
Lokales Lauenburg Buchholzer Kita ist komplett
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09:36 19.01.2016
Kita-Köchin Susanne Giese sorgt für „ihre“ Kinder im Kindergarten Buchholz, kauft ein und kocht täglich für fast 50 Kinder.

Der gemeinsam betriebene und unterhaltene Kindergarten der zehn West-Gemeinden im Amt Lauenburgische Seen — entlang der Achse Bundesstraße 207 — ist nach mehreren Anläufen endlich komplett. Heute Abend unterzeichnen die Bürgermeister der Dörfer Albsfelde, Einhaus, Fredeburg, Giesensdorf, Groß Disnack, Groß Sarau (Ortsteil Holstendorf), Harmsdorf, Kulpin und Pogeez sowie der Standortgemeinde Buchholz einen entsprechenden öffentlich-rechtlichen Vertrag. Dieser regelt die Aufteilung der Betriebs- sowie Bau-, Planungs, Einrichtungs- und Herstellungskosten der Kindertagesstätte in Buchholz am Ratzeburger See.

Vor gut 20 Jahren — 1995 — taten sich die genannten Orte zusammen und bauten auf der Mitte der Achse B 207 eine Kita mit damals 20 Plätzen. „Seitdem hat sich sowohl im Bevölkerungszuwachs als auch gesellschaftlich eine Menge getan“, blickt der Leiter des Amtes Lauenburgische Seen, Werner Rütz, zurück.

Nur acht Jahre hatte es nach der Errichtung gedauert, dass man überein kam, den Kindergarten um eine zweite Gruppe zu erweitern. Erneut sieben Jahre später, 2010, wurde ein weiterer Gruppenraum geschaffen, 2013 ein dritter Gebäudeabschnitt, in dem nicht nur zehn zusätzliche Krippenplätze, sondern auch eine eigene Küche mit Mensa untergebracht sind.

Im Sommer 2013 wurde dieser Trakt feierlich eröffnet, doch schon im Herbst war klar: Wir brauchen noch mehr Plätze! Zwei Bauten hinter dem bisherigen Komplex wurden Mitte November 2015 sowie Anfang Januar 2016 in Betrieb genommen. „Jetzt sind wir fertig“, sagt Kita-Leiterin Martina Bergner — „keine weiteren Anbauten und auch nicht mehr Kinder“, ist sie sich sicher.

Aktuell tummeln sich in drei Regelgruppen (à 20 Kinder), einer altersgemischten U3/Ü3 (15) und zwei Krippengruppen (à 10) 95 Kinder aus den zehn Gemeinden, die von 19 pädagogischen Mitarbeitern (elf Erzieher, acht sozialpädagogische Assistenten), einer Köchin und drei Hauswirtschaftskräften (Raumpflege) betreut werden. Und zwar von 7 bis 17 Uhr — je nach Wunsch der berufstätigen Eltern. Die müssen dann für sechs Stunden Betreuung 198 Euro in der Regelgruppe sowie 258 für Krippenkinder bezahlen. Hinzu kommen die täglichen Kosten von 2,85 Euro für das stets frisch von Köchin Susanne Giese zubereitete Mittagessen.

Zahlt Bund zu wenig?
Die Gesamtkosten für alle Bauabschnitte von 1995 bis 2015 belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro. 1,2 Millionen bestreiten die zehn Gemeinden aus eigenen Haushaltsmitteln, weniger als die Hälfte, 1,1 Mio. Euro, gibt‘s vom Bund oder Land. „Harter Tobak“, meint Pogeez‘ Bürgermeisterin Christiane Füllner, die darauf hinweist, dass die Dörfer mit den Bauten Gesetzesauflagen erfüllen müssen. Ihrer Meinung nach wären 75 Prozent der Kosten für den Bund gerechter.

Joachim Strunk

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