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Lauenburg Buddhistische Gäste in Basthorst
Lokales Lauenburg Buddhistische Gäste in Basthorst
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20:27 22.08.2016
Das nächste Event auf Gut Basthorst steht bevor. Von links: Mönch Mokkhita (bürgerlicher Name Markus Meier), Gutsherr Enno Freiherr von Ruffin, Christa Seibt, Astrid Ferch und Mönch Vidita (Alex Holzer) bereiten die Herbstmesse vor. Vom 9. bis 11. September gibt es viel zu schauen und zu probieren. Quelle: sen

In einer einfachen braunen Mönchsrobe steht er neben dem stattlichen Enno Freiherr von Ruffin auf Gut Basthorst. Mokkhita wird er unter buddhistischen Mönchen genannt, Markus Meier ist sein bürgerlicher Name. Er und sein Südtiroler Kollege Alex Holzer, alias Vidita Dhamma, sind aus Burma angereist, um beim Herbstmarkt auf Gut Basthorst vom 9. bis 11.

September Spenden für ihr Kinderhilfsprojekt zu sammeln.

„Kinder bekommen Hilfe und werden in eine neue Zukunft geführt“, sagt Enno Freiherr von Ruffin. Parallel zu seinem alljährlichen Herbstmarkt zum Thema „Leben auf dem Lande“ gibt er den beiden Mönchen die Möglichkeit, für ihre geplante Klosterschule zu sammeln und die buddhistische Mönchskultur vorzustellen. Mönche aus ganz Europa kommen dazu nach Basthorst. „Wir möchten darüber sprechen, was Buddhismus eigentlich ist und wie Mönche hier in Europa neben der westlichen Kultur leben“, sagt der junge Hamburger Markus Meier.

Er lebte während der letzten vier Jahre in Burma und Thailand und arbeitete als Mönch in einer burmesischen Klosterschule für vorrangig verwaiste Kinder. „Die Familien in den Bergen sind so arm, dass sie ihre Kinder bei uns abgeben“, sagt er. Zusammen mit Alex Holzer will er nächstes Jahr eine neue Schule für 1000 Kinder aufbauen, wieder in Burma: „Es ist notwendig, dass wir einen guten Unterricht in die ehemalige Militärdiktatur bringen“, sagt er. Der burmesische Künstler Sein Aung wird deshalb seine Werke vom 9. bis 18. September auf Gut Basthorst ausstellen. Die Verkaufserlöse der Bilder gehen in vollem Umfang in die Spendenkasse.

Neben dem typischen Herbstmarkt mit Kunsthandwerk, Antiquitäten, Mode und Hundebedarf gibt es in diesem Jahr Kunst und Tanz aus dem fernen Osten. Zustande gekommen ist das Ganze, weil Manfred Meier seinen Sohn eingeladen hat. „Ich wollte ihn mal wieder hier haben. Und weil buddhistische Mönche den Aufgaben nachgehen, die ihnen gegeben werden, habe ich ihn eingeladen und gleich ein Flugticket gekauft“, sagt er. Vom neu gegründeten Unterstützerverein Modita e.V. ist er Ehrenvorsitzender, und als Tourist hat er sich die Arbeit seines Sohnes auch direkt vor Ort angesehen. „Der Buddhismus ist sehr populär geworden. Schön, dass er hier nun gezeigt wird“, sagt er.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr bieten Aussteller ihre Waren an, für die Erwachsenen gibt es Jazz- und Blasmusik und für Kinder einen Indianertag auf dem Gut. „Ich werde mit den Kleinen basteln, Wurzelsuppe kochen, mit Lederstücken nähen und um den Totempfahl tanzen“, sagt Astrid Ferch, die schon in ihr Indianerkostüm geschlüpft ist.

Herbstmarktprogramm

Insgesamt 130 Aussteller zeigen ihre Waren, jeweils von 11 bis 19 Uhr. Darunter sind Textil-, Holz- und Metallarbeiten, Blumen, Schmuck und Designermode. Ein Apfelkenner gibt Tipps zum Beschneiden von Bäumen und bestimmt Apfelsorten. Gäste müssen dazu je einen Apfel mitbringen.

Die Foxhound-Hunde des Hamburger Schleppjagdvereins kommen in diesem Jahr wieder vorbei. Zusätzlich wird es eine Jagd der jugendlichen Schleppjäger geben.

Greifvögel im freien Flug, sind am Sonnabend und Sonntag in den Flugschauen der Eventfalknerei zu sehen. Gegen Bezahlung dürfen Besucher den Falknerhandschuh selber anziehen.

Zum evangelischen Gottesdienst am Sonntag von 11 bis 12 Uhr wird Pastor Schröder predigen und die Parforcehornbläser spielen.

Ein kostenloser Shuttle-Bus wird zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof (Station ZOB) und dem Gut Basthorst jede zweite Stunde fahren. Die erste Hinfahrt ist um 10.15 Uhr, die letzte um 18.15 Uhr. Der erste Bus fährt 11.05 Uhr zurück, der letzte 19.05 Uhr.

Der Eintritt zum Herbstmarkt kostet fünf Euro. Kinder unter 16 Jahren zahlen nichts. Das gesamte Programm ist unter www.gutbasthorst.de/herbstmarkt abrufbar.

Stefanie Ender

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