Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Büchen: Jugendliche kritisieren Kostenexplosion bei Juz-Neubau
Lokales Lauenburg Büchen: Jugendliche kritisieren Kostenexplosion bei Juz-Neubau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:10 30.09.2017
Büchen

„Wir sind grundsätzlich für einen Neubau des Jugendzentrums, damit die offene Kinder- und Jugendarbeit durch den Neubau und ein neues Konzept einen positiven Neuanfang in Büchen erhält. Allerdings verwundert uns, dass das Konzept, welches mit dem Jugendzentrum verbunden ist, in der Debatte immer neue Formen annimmt“, heißt es in einer Stellungnahme des von den Kindern und Jugendlichen gewählten Gremiums.

Und weiter sagt Amy Leschinski für den Büchener Kinder- und Jugendbeirat (BKJB): „Erst sollte lediglich die offene Kinder- und Jugendarbeit im JUZ stattfinden. Dann sollte dort die Flüchtlingsintegration erfolgen. Plötzlich ist hiervon nicht mehr die Rede und nun soll in einem Jugend- und Begegnungszentrum Sport getrieben und Marmelade gekocht werden. Eine klare Konzeption sieht anders aus.“ Gleichzeitig betonen die Jugendvertreter, dass der Beirat nach wie vor zu einem Jugendzentrum, das sich auf die offene Kinder- und Jugendarbeit konzentriere, stehe.

Ursprünglich waren von der Büchener Gemeindeverwaltung Kosten von unter 800000 Euro für den Neubau des Jugendzentrums angesetzt worden. Dem gegenüber standen Sanierungskosten von rund einer halben Million Euro für das Alte Juz. Zusammen mit dem Erlös aus dem Verkauf des Grundstückes hatten sich die Politiker ein Nullsummenspiel bei gleichzeitig zentralerer Lage im Ort erhofft.

Die jüngsten Kostenschätzungen der Architektin belaufen sich auf mehr als 2,1 Millionen Euro – ohne die Kosten für die Außenanlagen und die Einrichtung. Teile des Jugend- und Sozialausschusses der Gemeinde erwarten daher Gesamtkosten von drei Millionen Euro, aufgrund der hohen Baukosten durch den allgemeinen Bauboom möglicherweise noch mehr.

Das hält der Büchener Kinder- und Jugendbeirat für nicht verantwortbar: „Ein Jugendzentrum hat auch immer einen Vorbildcharakter. Bei den ausufernden Kosten sehen wir diesen nicht gegeben“, sagt Vanessa Freyer. „Ein gutes Gebäude mit einer guten Ausstattung sollte nicht mehr als eine Million Euro kosten. Denn alles, was jetzt ausgegeben wird, darf spätestens unsere Generation zurückzahlen – wenn nicht schon die unserer Eltern, wenn nämlich die vielen Ausgaben durch Steuererhöhungen finanziert werden müssen.“

Daher fordere der BKJB eine Rückbesinnung auf das ursprüngliche Konzept eines Jugendzentrums und eine deutliche Kostenreduzierung. „Im Zweifel muss über einen alternativen Standort ernsthaft nachgedacht werden“, sagt Amy Leschinski.

Von Holger Marohn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zur „Herbstlichen Dreiländer-Schiffstour“ durch das Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe lädt die Reederei Helle gemeinsam mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe für Dienstag, 3. Oktober, ein. Start ist um 14 Uhr am Hafen in Boizenburg.

30.09.2017

Die Gemeine Wespe kann zwar gemein stechen, ihr Name bedeutet aber allgemein, gewöhnlich. Jedenfalls ist die Gemeine Wespe nicht hinterlistig, sondern ehrlich.

30.09.2017

Amtsdirektorin Christina Lehmann hat die Amtsunterkunft „Lindenhof“ in Kröppelshagen zusammen mit dem örtlichen Helferkreis „Asyl im Dorf“ besichtigt. Ihr Fazit: „Nach meinem ersten Eindruck gelingt es hier vorbildlich, Flüchtlinge in die Dorfgemeinschaft aufzunehmen.“

30.09.2017