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Lauenburg Büchen: Mit Mauer gegen illegalen Bahnübergang
Lokales Lauenburg Büchen: Mit Mauer gegen illegalen Bahnübergang
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20:23 16.08.2016
Diese Wand aus Stahl und Beton soll nicht nur die illegalen Bahnquerungen verhindern, sondern auch den durch den Trampelpfad beschädigten Bahndamm abfangen. Quelle: Fotos: Holger Marohn

Ein Trampelpfad über die Gleise der Bahnstrecke Büchen-Lübeck in Büchen sorgt für Ärger. Offenbar Bewohner beiderseits der Strecke nutzen den illegalen Bahnübergang hinter einem Supermarkt als Abkürzung zum Einkaufen oder in der Gegenrichtung zur Arbeit.

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Durch den Trampelpfad ist massiv Schotter aus dem Gleisbett getreten worden, so dass der Zugverkehr gefährdet ist.

„Es ist massiv Schotter aus dem Gleis getreten.“Andreas Sahlmann, Bahn

Doch nun hat die Bahn dem gefährlichen Treiben ein Ende gesetzt. In den Boden gerammte Stahlträger und dazwischen gesetzte Stahlbetonbalken sollen nicht nur eine möglichst schwer zu überwindende Mauer bilden, sondern auch das Gleisbett schützen. Denn nicht nur für die Menschen, die die Gleise queren, ist der illegale Bahnübergang angesichts von gefahrenen Zugeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern gefährlich. „Durch die intensive Benutzung ist massiv Schotter aus dem Gleisbett getreten worden“, sagt Bahnsprecher Andreas Sahlmann gegenüber den LN. Dadurch sei auch die Sicherheit des Zugverkehrs gefährdet gewesen.

Ganz geräuschlos verlief der Bau der Mauer allerdings nicht. So zeigten sich die Nutzer auch noch während der Bauarbeiten kaum beeindruckt und beschimpften teilweise sogar die Arbeiten. „Es ist kaum zu glauben, was wir da erleben mussten“, so der Bahnsprecher. Sogar mit Kinderwagen seien Mütter über den Bahndamm und die Schienen geklettert.

In der Vergangenheit hatten Bahn und Bahnpolizei auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten auch immer wieder das Gespräch mit der Gemeinde gesucht. Gegenüber den LN bezeichnete ein Bahnpolizeisprecher die Situation zuletzt als kompliziert und schwierig. Mit der Mauer hat die Bahn nun erst einmal Fakten geschaffen. „Man beobachte die Entwicklung“, heißt es.

Holger Marohn

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