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Lauenburg Büchen boomt
Lokales Lauenburg Büchen boomt
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09:17 25.01.2016
„Wir sollten miteinander und nicht nur nebeneinander leben“, fordert Büchens Bürgervorsteherin Heike Gronau-Schmidt (SPD) während der Einwohnerversammlung und nutzt den Abend auch zum persönlichen Gespräch mit einigen der etwa 30 anwesenden Flüchtlingen. <QM> Quelle: Holger Marohn
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Büchen

„Integration fängt mit einem Lächeln an“, sagt Heike Gronau-Schmidt – und lächelt am Rednerpult in die vollbesetzte Kleine Turnhalle des Büchener Schulzentrums. Mehr als 230 Menschen sind zu der Einwohnerversammlung in den Saal gekommen. Darunter sind auch mehr als 30 Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea und dem Irak. Auf Englisch und russisch begrüßt die Bürgervorsteherin auch diese Einwohner, bittet um Verständnis, dass ihre Kenntnisse in den anderen Sprachen noch nicht entsprechen seien.

Auch wenn die Veranstaltung kein offizieller Neujahrsempfang ist, so ist die traditionelle Einwohnerversammlung zum Jahresauftakt von der Bedeutung her einem solchen mehr als gleichzusetzen. Beherrschendes Thema ist so denn auch die Flüchtlingsthematik mit dem Situationsbericht, aber auch dem Dank an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer. Doch dass Büchen in 2015 weit mehr bewegte, wird spätestens beim Rückblick von Bürgermeister Uwe Möller deutlich. Das Jubiläum mit der finnischen Partnerstadt Liperi, die erste Frau an der Spitze des Büchner Schützenvereins oder das Jubiläum der Büchener Wehr und die seit 25 Jahren bestehende Sperrung der Kanalbrücke gehören genauso zum Rückblick wie die Gewerbeschau und die abgeschlossene Sanierung der L200.

Und Büchen boomt. etwa 2200 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es in der Gemeinde. „Wir sind außerdem ein verkehrsmäßig gut angebundener Pendlerstandort und haben haben eine gute soziale Infrastruktur“, sagt Möller. Doch die 375 Kindergartenplätze im Amtsbereich, davon 90 Krippenplätze, reichen nicht mehr aus. An den Eichgräben entstehen 35 günstige Wohnungen für bis zu 100 Menschen.

„Wir verzeichnen eine ständig steigende Zahl von Bürgern, die ihre Miete nicht mehr alleine aufbringen können und bezahlbaren Wohnraum suchen“, sagt Möller. Doch auch komme es immer öfter vor, dass selbst Büchener Bürgern keine Bauflächen angeboten werden könnten. „Das ist nicht schön und tut schon weh, wenn sie sich dann in anderen Orten ansiedeln“, bedauert Möller. „Diesen Zustand wollen wir ändern“, sagt Möller.

So hat die Politik bereits den Beschluss gefasst, eine Fläche für 100 Baugrundstücke zu erwerben – und das solle nur ein erster Schritt sein im Ortsentwicklungskonzept „Büchen– Eine Region bewegt sich“, sagt Möller und dankt Bürger, Politik und den Mitarbeitern der Verwaltung. Holger Marohn

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