Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Bühne frei für „Wie im Himmel“
Lokales Lauenburg Bühne frei für „Wie im Himmel“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:33 14.08.2017
Regisseurin Maren Lubenow verfolgt den Text, während das Ensemble für „Wie im Himmel“ auf der Bühne agiert. Immer wieder muss an Nuancen gefeilt werden. Quelle: Fotos: Wiemer

Wird es ein himmlischer Auftakt zum Ratzeburger Open-Air-Theater? Die Wetterprognose sagt zur Premiere von „Wie im Himmel“ heute um 20.30 Uhr im Domhof zwar Wärme, aber auch Blitz und Donner voraus. Die LN sprachen mit den Hauptdarstellern und der Regisseurin.

Zur Galerie
Heute Abend ist Premiere im Domhof – Die tragenden Darsteller und Regisseurin im Portrait.

Das Ratzeburger Open-Air-

Theater in der Domhof-Kulisse lockt seit einigen Jahren mit Aufführungen wie „Ein Sommernachtstraum“, „Hexenjagd“ oder „Der Glöckner von Notre Dame“ viele Besucher nach Ratzeburg, und das Neu-Horster Theater-im-Stall-Ensemble erwarb sich manche neue Freunde. Ziemlich unerschrocken geht das Team auch an schwierigere Stoffe heran, obwohl die Schauspielertruppe „Cumpaney“ im Theater im Stall aus Amateurdarstellerinnen und -darstellern besteht. Aber sie verfügen über umfangreiche Bühnenerfahrung und sind genauso ernsthaft dabei wie „Profis“. Sie messen sich nicht an der berufsmäßigen Schauspielerei, sie geben einfach ihr Bestes. Was sie eint: Sie können sich ein Leben ohne die vielen anderen Leben auf der Bühne nicht vorstellen.

So auch Eckhard Neitzel, der in dem Stück „Wie im Himmel“ den Pastor Stig Berggren spielt. Seit 1993 gehört er der „Cumpaney“ an und grinst etwas spitzbübisch, als er auf seine Rolle zu sprechen kommt. „Der Bösewicht liegt mir“, lacht der 60-Jährige, der seinen Lebensunterhalt als Seniorenheimbetreiber verdient. Der Funke in Sachen Schauspielerei sprang bei ihm nach einem Besuch im einstigen Ratzeburger „Kleinen Kellertheater“ über. Damit begann für den gelernten Altenpfleger eine dauerhafte Beziehung zur Bühne. Warum ihm der „Bösewicht“ liegt? „Nicht sehr sympathische Rollen haben den Reiz des Konträren“, sagt Neitzel, der schon Übung mit pastoralen Charakteren hat.

Jörn Bansemer (47) ist seit 1998 „Cumpaney“-Mitglied und spielt die zentrale Figur des Dirigenten Daniel Daréus, der nicht nur den Chor eines kleinen schwedischen Ortes, sondern dessen verkrustete soziale Strukturen ziemlich aufmischt. Nach erstem Anfangsinteresse an einer Mitarbeit im Theater im Stall rutschte er durch einen Verletzungsfall ins Ensemble und wurde festes Mitglied. „So ein Stück vorgeschriebenes Leben ist manchmal ganz tröstlich“, beschreibt der Erzieher seine persönliche Affinität zur Schauspielerei. „Aber Lampenfieber ist immer dabei“, sagt der Möllner, der auch schon Regieerfahrungen gemacht hat.

Die am weitestgehenden Professionelle im Team ist Angela Bertram, seit ’93 dabei und Co-Spielleiterin im Theater im Stall. Die Neu-Horsterin ist quasi mit dem Theater verwachsen, wohnt direkt am Ort des Theaters und verfügt über eine umfangreiche Schauspiel- und Regieausbildung. Sie spielt Inger Berggren, die Pastorengattin, deren wachsende innere Widerstände gegen das herrische Verhalten ihres Mannes durch den neuen Geist im Kirchenchor erst zum Ausbruch kommen. „Solche Figuren sind sehr spannend“, freut sich Bertram über die Rolle.

Die jüngste Darstellerin bei den tragenden Figuren ist Christina Sophie Meier. Seit dem „Sommernachtstraum“ gehört die 28-jährige Kirchenmusikerin und Musiklehrerin (ab Herbst als Referendarin in Trittau) aus Ratzeburg zum Team. „Ich bin über eine Zeitungsanzeige dazu gekommen. Und ich bin begeistert von dem Teamgeist hier“, sagt die junge Frau, die Gabriella – ein zweites Eheopfer – spielt und die Chorarbeit leitet.

Das alles auch richtig beim Zuschauer ankommt, dafür sorgt Maren Lubenow (52), seit 2000 Ensemblemitglied als Darstellerin, in diesem Stück fungiert sie als Regisseurin. „Ich bin gespannt, ob alles so rüberkommt, wie wir es uns denken“, sagt die frühere Zollfahnderin, die seit diesem Jahr bei der Stadt Ratzeburg als Hauptamtsleiterin tätig ist. Sie ist sehr zufrieden mit der Truppe, „aber manchmal muss man kämpfen, um seine Ideen umzusetzen“. Ob das Kämpfen und manchmal auch das eine oder andere Tränchen gelohnt haben – ab heute Abend kann man es selbst beurteilen.

Elf Spieltage

„Wie im Himmel“ nach dem schwedischen Filmerfolg von Kai Pollak wurde eigens für die Ratzeburger Aufführung umgeschrieben.

Aufführungen sind von heute Abend bis zum 20. und vom 23. bis 27. August. Beginn: jeweils um 20.30 Uhr.

Karten bei Buchhandlung Weber in Ratzeburg und Mölln sowie online im Theater im Stall, Neu-Horst, zum Preis von 18 Euro, (erm. 15 Euro für Schüler, Studenten, Behinderte.

Matthias Wiemer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Firma Fressnapf und Kunden spenden für Quarantänestation, die Hunde aus illegalem Handel aufnimmt.

14.08.2017

„INI Qualifizierung & Service“ bietet Onlineunterricht.

14.08.2017

Ein 62 Jahre alter Mieter hat sich und seine Nachbarn in einem Mehrfamilienhaus in Geesthacht in Lebensgefahr gebracht.

14.08.2017
Anzeige