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Lauenburg Bürger diskutierten mit SPD über das Landleben
Lokales Lauenburg Bürger diskutierten mit SPD über das Landleben
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18:18 26.02.2016
Peter Eichstädt (v.l.), Martin Habersaat, Kirsten Eickhoff-Weber, Kai Vogel und Sandra Redmann von der SPD-Landtagsfraktion. Quelle: Fotos: Phs

Die Landes-SPD möchte den ländlichen Raum stärken. Bereits 2014 hatte sie deshalb ein Positionspapier verfasst, in dem sie Herausforderungen und Potenziale formuliert. Diese Positionen haben die Politiker am Donnerstagabend mit Bürgermeistern, Landwirten und Bürgern diskutiert. Mehr als 60 waren ins „Landhaus Rosalie“ nach Breitenfelde gekommen.

„Wir waren überrascht, dass so viele gekommen sind“, sagt Birgit Wille, Kreisvorsitzende der SPD im Lauenburgischen. Das habe aber auch gezeigt, dass das Thema die Menschen interessiere.

„Es hat eine eigenständige Qualität, auf dem Land zu leben“, sagte der Landtagsabgeordnete Peter Eichstädt in seinem Grußwort. „Wie wollen den ländlichen Raum als eigenständige Größe verstehen“, sagte er — statt sich mit Städten zu vergleichen. „Die Ergebnisse der Diskussion wollen wir mit nach Kiel nehmen“, versprach er. Die Einführung in das Thema übernahm Kirsten Eickhoff-Weber. Der Auftakt der Diskussionsreihe war in Kiel. „Seitdem reisen wir durchs Land“, sagte sie. Das Treffen in Breitenfelde sei bereits die fünfte Veranstaltung. Ländliche Räume stehen laut Eickhoff-Weber vor großen Herausforderungen: Globalisierung, demografischer Wandel, Digitalisierung und soziale Ungerechtigkeit. Seit letztem Jahr bringe die Integration von Flüchtlingen weitere Fragen mit sich. So wie es ist, werde es nicht bleiben: „Wir sind dabei, mit Ihnen die Weichen zu stellen.“ Kirsten Eickhoff-Weber betonte außerdem: „Es gibt nicht den einen ländlichen Raum, jeder hat eigene Stärken.“

Aus diesem Grund hatte man sich im „Rosalie Landhaus“ getroffen, Menschen vor Ort sollten ihre Eindrücke schildern und einbringen. Dazu setzten sie sich in vier kleine Gruppen zusammen — je ein Experte der SPD mit am Tisch. Das Motto: „Den Wandel in den ländlichen Räumen aktiv gestalten“. Sehr lebhaft seien sozialer Wohnungsbau und Ärztemangel auf dem Land diskutiert worden, berichtet Birgit Wille.

Am Thementisch „Bildung und Kultur“ berichtete Martin Habersaat, was bildungspolitisch im Land passiert. Außerdem diskutierten die Gäste über den Ausbau von Straßen, Mobilität und Öffentliche Verkehrsmittel, Denkmalschutz oder darüber, wie Naturschutz und Landwirtschaft nachhaltig vereinbar sind.

Das Positionspapier

Die Herausforderungen, vor denen ländliche Räume stehen, hat die SPD in einem Positionspapier zusammengefasst, um es mit den Akteuren vor Ort zu diskutieren. Ziel sei es, aus den Rückmeldungen neue Erkenntnisse für ihre Politik zu gewinnen.

Menschen im Mittelpunkt, demografischer Wandel, nachhaltige Entwicklung und Wirtschaft und Infrastruktur sind Themen im Positionspapier. Zu ihnen zählt auch das Umsteuern Europäischer Fördermittel.

Philip Schülermann
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