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Lauenburg Bürger entscheiden über „Dorfmitte“
Lokales Lauenburg Bürger entscheiden über „Dorfmitte“
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20:14 25.05.2016

„Sind Sie gegen die Umsetzung des Projektes ,Dorfmitte’ in Berkenthin?“ lautet die entscheidende und auch einzige Frage, die die Berkenthiner am Sonntag, 18.

September, mit Ja oder Nein beantworten sollen. Die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens, Mike Schwarz, Susanne Zdunek und Andreas Rosteck (alle CDU), setzten sich mit ihrem Antrag am Montagabend in der Gemeindevertretung durch, nachdem sie einen Kompromissvorschlag seitens der Berkenthiner Wählerinitiative (BWI) abgelehnt hatten.

Hauptkritikpunkt der drei Kritiker und ihrer Partei sind die hohen Kosten: Im ersten Teilplanungsabschnitt seien das 216825 Euro, abzüglich von im Vorwege zugesagter, aber noch nicht bewilligter Fördermittel der AktivRegion. Die Folgekosten, die das Amt Berkenthin ermittelt habe, lägen bei 10271,79 Euro jährlich, hatte Andreas Rosteck (Kreistagsabgeordneter der CDU) im Vorfeld erklärt.

Mike Schwarz ergänzte am Montag: „Nach unserer Ansicht wurden die Bürger auch zu wenig darüber aufgeklärt. Deshalb wollen wir, dass die Berkenthiner über das Projekt selbst entscheiden.“

Die Kulturausschussvorsitzende Gisela Bockholdt (SPD) gab zu bedenken, dass durch eine weitere Verzögerung des Projektes die bereits zugesagten Fördergelder durch die AktivRegion Nord gefährdet sein könnten.

Friedrich Thorn, Fraktionschef der BWI, stellte einen Kompromiss als ergänzenden Beschlussvorschlag vor. Demnach sollte die umstrittene „Kulturinsel“, eine überdachte Veranstaltungsfläche mit Bühne und kleinem Kiosk/Bistro, für die 114000 Euro veranschlagt wurden, aus dem Projekt herausgenommen werden. Übrig blieben laut Thorn die Multifunktionsfläche (für 10350 Euro), der Kunstwanderweg beidseitig des Kanals (66000 Euro) und der Unterstand ohne Feuerstelle (26500 Euro).

Hinzu sollten aber die Vervollständigung des Rundwanderweges „Schleuse“ (40000 Euro) und ein Parkplatz mit 24 Stellplätzen nördlich der Schleuse und der B 208 (112000 Euro) kommen, die dann allerdings anders finanziert werden müssten.

Nach einer fünfminütigen Beratungspause lehnte die CDU den Kompromissvorschlag ab. Dem Antrag über den Bürgerentscheid wurde daraufhin von allen Fraktionen zugestimmt.

Eigentlich müsste der Bürgerentscheid innerhalb von drei Monaten nach der Zulässigkeitsentscheidung stattfinden. Da dieser Termin aber in die Sommerferien fiele, einigten sich die Beteiligten mit dem Amt auf eine erlaubte Fristverlängerung von sechs Monaten. Somit findet der Wahltermin am 18. September statt.

Die CDU macht sich Hoffnungen auf ein klares Votum gegen das aus ihrer Sicht überteuerte Projekt. Immerhin hatten die Initiatoren statt der Mindestzahl von 190 erforderlichen Stimmen nach eigenen Angaben mehr als 400 Unterschriften eingesammelt.

Joachim Strunk

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