Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Lauenburg Bürger für Ratzeburg sind bei Frage der Umgehung uneins
Lokales Lauenburg Bürger für Ratzeburg sind bei Frage der Umgehung uneins
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:19 03.01.2018
Staus und dichter Verkehr auf der Ratzeburger Insel: Die Hälfte der BfR-Mitglieder sieht keine Lösung mehr in einer Umgehungsstraße. Quelle: Foto: Fg

Die Debatte um die Frage, ob nach mehr als zwei Jahrzehnten Ideensammlung und Planungsvorbereitung für eine Umgehungsstraße für Ratzeburg eine Neubewertung fällig wäre (die LN berichteten), hat jetzt auch die BfR erreicht, die in ihrer bisherigen Konstellation zusammen mit der FDP eine gemeinsame Fraktion in der Stadtvertretung bilden. Bei der Themensammlung für ein Programm, das auch als Wahlprogramm für die kommende Kommunalwahl im Mai 2018 dienen soll, nahm die Umgehung breiten Raum ein. Während Vorsitzender Sami El Basiouni sich klar zum aktuellen Stand der Planung – einer weiträumigen Umgehungstrasse mit Entlastungziel für Ratzeburg, Mölln, Schmilau und Ziethen – bekannte, äußerten sich einige BfR-Mitglieder kritisch bis ablehnend. Für ihn sei das lediglich eine Verlegung der B 208 nach Mölln, sagte ein Teilnehmer der Versammlung im Restaurant Der Seehof, woraus sich durchaus auch Nachteile für Ratzeburg ergeben könnten. Etwa für den Einzelhandel. Zudem sei ein Großteil des innerörtlichen Verkehrs hausgemacht, und die Südliche Sammelstraße erfülle als innerörtliche Entlastungstraße ihren Zweck. Andere BfR-Mitglieder traten wiederum vehement für die Realisierung der lange geplanten Ortsumgehung ein. Der Verkehr sei insgesamt mehr geworden. Und teilweise habe man Probleme, als Fußgänger die Sammelstraße überqueren zu können. Es sei „nicht mehr auszuhalten in der Schulstraße“. Vor allem der Lkw-Verkehr müsse raus aus der Stadt.

Zur Galerie
Staus und dichter Verkehr auf der Ratzeburger Insel: Die Hälfte der BfR-Mitglieder sieht keine Lösung mehr in einer Umgehungsstraße.

Andere betonten, man habe als Anwohner der Schulstraße zum Teil hohe Anliegerbeiträge für die Sanierung gezahlt und müsse nun zusehen, wie Ortsfremde die Straße nutzen und letztlich wieder kaputtfahren würden. Wieder andere hielten dem entgegen, der Entlastungseffekt einer neuen Umgehung könnte sich als Illusion erweisen, da ein großer Teil des Durchgangsverkehrs hausgemacht sei.

Ratzeburg sei eben ein Insel, und die Bewohner würden von einem zum anderen Stadtteil über die Insel fahren. Für ein „Stimmunsbild“ ließ El Basiouni abstimmen – für oder gegen die Umgehungsplanung?

Ergebnis: vier zu vier Stimmen und zwei Enthaltungen.

Folgenden Themen wollen sich die Bürger für Ratzeburg außerdem widmen: ÖPNV verbessern/flexibilisieren, Jugend/Seniorenarbeit, Scatebahn, soziales Engagement, eigener Tierschutz in Ratzeburg, Erhaltung / Neubau Schwimmbad, Tourmismus verbessern, Ortsgestaltungssatzung modernisieren, Tourmismusabgabe, Weihnachtsmarkt (Inseladvent) beleben, Marktplatzbegrünung, Straßenbeleuchtung, Parken, Spielplätze in der Vorstadt.

 Von Matthias Wiemer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Prozess um den Überfall auf eine Spielhalle in Börnsen im Februar 2017 ist gestern das Urteil gegen den Angeklagten gefallen. Wegen Beihilfe in einem besonders schweren Fall der räuberischen Erpressung gab es eine zweijährige Bewährungsstrafe und diverse Auflagen.

03.01.2018

Einen dreisten Diebstahl entdeckte Pfarrer Germain Gouèn am vergangenen Sonnabend in der katholischen St. Answerkirche in der Ratzeburger Fischerstraße. Eine etwa 19 Zentimeter große Jesuskind-Figur wurde offenbar am Sonnabend entwendet.  

03.01.2018

Was für eine Resonanz! Mehr als 60 Leser wollten Karten für DinnerKrimi im Ratzeburger Seehof gewinnen. Glückliche Gewinnerin der beiden Tickets ist Natascha Menke, die sich auf einen genussreichen, spannenden Abend freuen darf. Sie hatte – wie fast alle – das Lösungswort parat: London.

03.01.2018
Anzeige