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Lauenburg Bürgerentscheid soll abgesagt werden
Lokales Lauenburg Bürgerentscheid soll abgesagt werden
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23:45 11.11.2013
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Mölln

Die als Kurmittelfreunde bekannte Bürgerinitiative (BI) ist bereit, auf den Bürgerentscheid zum Erhalt des Möllner Kurmittelhauses zu verzichten. Bei einer Versammlung am Wochenende stimmte eine deutliche Mehrheit nach Angaben von BI-Sprecher Dieter Kroeg dafür, die Pläne der Stadtwerke zu akzeptieren. Erste Reaktionen darauf fielen gestern positiv aus.

Vor dem endgültigen Verzicht auf den Bürgerentscheid wollen die Kurmittelfreunde die Zustimmung ihrer Anwälte einholen. Bei der Versammlung gab es laut BI-Bericht Lob für den Willen aller Beteiligten, eine gemeinsame Lösung zu finden — „obwohl die spätere Ausgestaltung aus den rudimentären Entwürfen noch nicht deutlich zu entnehmen“ gewesen sei. „Der Hauptausschuss, der Bürgermeister und die Stadtwerke haben deutlich erkennen lassen, dass sie eine Einigung mit uns wünschen. Und ohne Kompromisse gibt es kein Miteinander. Wir tragen auch eine Verantwortung für unsere Stadt“, sagte Christian Klein, der am Freitag bei einem Gespräch im Stadthaus mit dem Bürgermeister dabei war.

Ausschlaggebend für das Votum der BI-Mitglieder sei das Entgegenkommen der Stadtwerke gewesen, das Kurmittelhaus bis zum Abriss im 2. Quartal offen zu halten. Das müsse aber festgeschrieben werden, verlangten die Anwesenden. Außerdem beauftragten die Teilnehmer einstimmig den Pressesprecher der Bürgerinitiative, sich um Lösungen für diejenigen zu kümmern, denen gesundheitliche Nachteile durch die mindestens eineinhalbjährige Bauzeit entstehen.

Heinz Scheffler, einer der drei Vertretungsberechtigten der Kurmittelfreunde, wies darauf hin, dass eine Vereinbarung mit der Stadt unter dem Vorbehalt der rechtlichen Prüfung durch die Anwälte der Bürgerinitiative stehen müsse. Dem hätten alle Anwesenden zugestimmt. Auch Scheffler habe ausdrücklich die konstruktive Haltung der Stadt und der Stadtwerke gelobt. Christian Klein stellte nach der Abstimmung fest: „Nach der Zustimmung durch unsere Anwälte wird es keinen Bürgerentscheid mehr geben.“

Das würde Bürgermeister Jan Wiegels außerordentlich begrüßen: „Unter den gegebenen Umständen halte ich die in Rede stehende Lösung für einen vertretbaren Kompromiss, der die Stadtwerke und die Stadt allerdings eine Menge Geld kostet, das wir an anderer Stelle auch dringend gebraucht hätten.“ Unter den Kommunalpolitikern waren die Reaktionen auf die Entscheidung der Kurmittelfreunde gestern eindeutig: „Prima“, sagte Horst Kühl (CDU); „das ist eine gute Nachricht“, betonte Dieter Ruhland (FDP); „das ist doch schön“, freute sich Rosemarie Büttner (FMW).

mst

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