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Lauenburg Büssau: Kanal-Brücke aus Kaisers Zeiten wird ersetzt
Lokales Lauenburg Büssau: Kanal-Brücke aus Kaisers Zeiten wird ersetzt
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20:22 28.01.2016
Nach mehr als 100 Jahren ist das Bauwerk marode und soll in diesem Jahr abgerissen werden. Quelle: Marohn

Immer mehr Stühle wurden am Mittwochabend in den Gastraum des Sportlerheims des Kronsforder SV getragen. Rund 120 Anwohner von Büssau waren gekommen, um sich über den geplanten Neubau der Kanalbrücke zu informieren. Denn die jetzige Querung über den Elbe-Lübeck-Kanal, die Nieder- und Oberbüssau miteinander verbindet, ist marode und soll abgerissen werden.

Eingeladen zu dem Info-Abend hatte der Gemeinnützige Stadtteilverein Initiative für Lübecks ländliche Räume. „Es gibt einfach viele Gerüchte über Bauzeit, Bauart oder Höhe der neuen Brücke“, sagt Detlef Stolzenberg von der Initiative. Er und seine Mitstreiter wollten für Klarheit sorgen und luden daher die ausführende Behörde ein, die Pläne zu präsentieren und sich Fragen der Anwohner zu stellen.

Das Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg (WNA), das für die Bauwerke über den Elbe-Lübeck-Kanal zuständig sind, rückten gleich mit vier Mitarbeitern an. Rund zwanzig Minuten führte WNA-Ingenieur Frank Wieland die Pläne des neuen Bauwerk vor und erläuterte den weiteren Ablauf der Baumaßnahmen. So veranschlagt die Behörde zwei Jahre für den Abriss der alten Brücke und den Bau der neuen Stahlkonstruktion über den Kanal. In der Zeit soll ein kostenloser Shuttleservice eingerichtet werden, der Fußgänger und Radfahrer über den Kanal bringt. Für die Autofahrer soll eine Umleitungsstrecke über die Straßen Langjohrd, Millbreet und Kronsforder Hauptstraße eingerichtet werden.

Geplant ist, mittels eines Schwerlastkrans das alte Brückenteil auszuheben und auf einem Platz direkt neben der Baustelle zu demontieren. Dort soll auch die neue Brücke vormontiert und wiederum per Kran eingehoben werden.

Der Baubeginn steht allerdings noch nicht fest, genau wie der ausführende Bauträger. Die Ausschreibungen laufen noch. „Wir gehen davon aus, das Mitte 2016 angefangen wird“, sagt Wieland. Im dritten Quartal 2018 soll das neue Bauwerk dann fertig sein. Rund 4,5 Millionen Euro sind bisher für die neue Querung veranschlagt.

Majka Gerke

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