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Lauenburg Bund gibt grünes Licht für Planung der Ratzeburger Ortsumgehung
Lokales Lauenburg Bund gibt grünes Licht für Planung der Ratzeburger Ortsumgehung
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17:28 13.04.2017
Norbert Brackmann und Klaus Schlie an der B 208 bei Ziehten, wo die neue B208 als Ortsumfahrung laut Planungsunterlagen beginnen wird. Sie halten eine Notration aus Beständen der Bundeswehr (Einmannpackung, EPa) in ihren Händen, die sie Herrn Bürgermeister Voß symbolisch für einen Protestzug nach Kiel für die langen Planungszeiten mit auf den Weg geben. Quelle: Norbert Brackmann und Klaus Schlie an der B 208 bei Ziehten, wo die neue B208 als Ortsumfahrung laut Planungsunterlagen beginnen wird. Sie halten eine Notration aus Beständen der Bundeswehr (Einmannpackung, EPa) in ihren Händen, die sie Herrn Bürgermeister Voß symbolisch für einen Protestzug nach Kiel für die langen Planungszeiten mit auf den Weg geben.
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Ratzeburg

Die konkreten Planungen für den Bau der Ratzeburger Ortsumgehung können beginnen. Nach jahrzehntelangen Diskussionen wird in den kommenden Tagen das Bundesverkehrsministerium dem Land Schleswig-Holstein offiziell mitteilen, dass die Vorzugsvariante der Ratzeburger Ortsumfahrung bestätigt wird, teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann am Donnerstag mit. Damit sei der Weg frei und das Land könne die Planung vorantreiben, so Brackmann. Für die konkreten Planungen der Bundesstraße ist das Land verantwortlich.

Die Vorzugsvariante sieht vor, dass die Umgehung östlich von Ratzeburg bereits vor Ziethen von der B 208 abzweigt und die Seedorfer Straße mit einer Ampelkreuzung quert. Über den Schaalseekanal und die Trasse der Erlebnisbahn östlich von Schmilau sind jeweils Brücken geplant. Südlich von Schmilau schwenkt die Trasse wie auf eine dann ausgebaute L 202 und wird noch nördlich der verbliebenen Reste des Limes saxoniae die L 202 verlassen und im Bereich der Anschlussstelle Mölln-Nord an die B 207 anschließen. Die alte L 202 soll soweit möglich zurückgebaut werden.

„Im alten Bundesverkehrswegeplan war die Ratzeburger Ortsumfahrung zwar im Vordringlichen Bedarf eingestuft, jedoch handelte es sich hierbei nur um ein 3,3 km langes Teilstück der heutigen Planung“, sagt Brackmann. Mit der neuen Planung werde auch der Bund die gesamten Kosten von 25,3 Millionen Euro übernehmen. „Eine weitere erfreuliche Nachricht gibt es aus Berlin“, weist Brackmann Vorwürfe unter anderem aus Ratzeburg zurück. Es habe erst der neue Bundesverkehrswegeplan abgewartet werden müssen – und das habe sich auch finanziell gelohnt, sagt Brackmann. Gleichzeitig fordert Brackmann das Land auf, nun auch mit den Planungen zu beginnen – „Wenn diese Landesregierung dazu überhaupt Willens ist", so Brackmann.

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