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Lauenburg Burgfrieden zwischen Fuchs und Federvieh
Lokales Lauenburg Burgfrieden zwischen Fuchs und Federvieh
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18:20 19.03.2016
Die auffälligen Brandgänse mit dem roten Schnabel lieben Überschwemmungsflächen wie hier auf dem Duvenseer Moor. Quelle: Wolfgang Buchhorn

Die weitaus meisten der farbenprächtigen Brandgänse brüten an der Küste, seit mehr als 20 Jahren haben sie sich aber immer mehr auch im Binnenland angesiedelt, zum Beispiel an größeren Klärteichen.

Serie: Tier

der Woche

Regelmäßig kann man jetzt schon Brandgänse an der Elbe bei Geesthacht antreffen. Sie lieben Sandbänke zum Ausruhen und Flachwasser, das sie watend oder schwimmend nach Fressbarem durchsieben und dabei in ihrer typischen Weise mit dem Kopf hin und her pendeln.

Im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es bislang erst nur wenige Brutpaare, zusätzlich Trupps von umhervagabundierenden Nichtbrütern, denn Brandgänse, die keines der begehrten Nahrungsreviere ergattern konnten, verzichten auf Brutversuche.

Hat sich ein Paar gefunden, bleibt es normalerweise lebenslang zusammen. Brandgänse legen ihre Nester in Erdlöchern, zum Beispiel auch in Kaninchenbauten, an, die sie durch Ausscharren erweitern.

Wenn sie in bewohnten Fuchsbauen brüten, soll das Raubtier angeblich Burgfrieden wahren und die Gans in Ruhe brüten lassen.

Bevor die Brandgänse im Sommer in die alljährliche Mauser kommen und alle Schwungfedern auf einmal verlieren, kommt es zu einem spektakulären Mauserzug. Die gesamte europäische Population von Irland und Südfrankreich bis zum Baltikum versammelt sich dann im Wattenmeer, allein 100000 Brandgänse auf dem Großen Knechtsand an der Elbmündung! Weil sie dann für einige Wochen völlig flugunfähig sind, brauchen sie die Sicherheit und den Nahrungsreichtum des Wattenmeeres.

Von Karsten Gärtner

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