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Lauenburg Bus rammt Trafohaus: Stromausfall
Lokales Lauenburg Bus rammt Trafohaus: Stromausfall
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21:10 20.10.2017
Krummesse

Das Tempo-30-Schild baumelt lose in der Verankerung, etliche Büsche sind umgeknickt, und vom Trafogebäude steht nur noch das Gerippe. Mittendrin der Linienbus 8770 der Firma Dahmetal, der Richtung Mölln unterwegs war. Aus noch ungeklärter Ursache kam der Fahrer mit seinem Bus von der Straße ab und krachte um 15.15 Uhr in ein Trafohaus. Er konnte den Bus, der zum Glück keine Fahrgäste beförderte, selbstständig verlassen und „wurde mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht“, bestätigt Stefan Petersen vom Leitungsdienst der Feuerwehr Lübeck.

„Ich stand gerade unter der Dusche. Als ich mir dann die Haare föhnen wollte, war kein Strom mehr da“, sagt Otto Breitling (74). Der Rentner hat sein Haus direkt neben der Ortsnetzstation aus den 50er Jahren. Dort, wo er vor seiner Garage regelmäßig hinter einem Bretterzaun am Basteln ist, hat der verunglückte Linienbus ein Trümmerfeld hinterlassen. Für Hans-Peter Fiebelkorn eine völlig neue Situation: Ich bin jetzt seit einem Jahr Bürgermeister, aber sowas habe ich noch nicht erlebt.“ Der 68-Jährige war sofort auf der Straße, sprach mit betroffenen Anwohnern und versuchte zu beruhigen.

Um 15.28 Uhr erreichte die Schleswig-Holstein Netz AG die Meldung von dem Unfall. „Wir haben das beschädigte Häuschen und zwei weitere Stationen in der Nähe sofort vom Netz genommen“, sagt Ove Struck, Sprecher des Netzbetreibers. Während die beiden unbeschädigten Verteilstationen nach wenigen Minuten wieder zugeschaltet werden konnten, dauerte es bis in den Abend, bis auch die restlichen Haushalte wieder mit Strom versorgt waren.

„Das Glück war, dass der Bus nur den Verteiler und nicht den Umspannbereich getroffen hat“, sagt Rainer Dammann, der vor Ort den Bereitschaftstrupp der Netz AG leitete. Die Einheit, an der der Strom von 11000 Volt auf die haushaltsüblichen 400 Volt umgespannt werde, sei nicht beschädigt worden. „Sonst hätten wir eine ganz andere Situation“, so Dammann.

Gut zwei Stunden nach dem Unfall begannen Mitarbeiter eines Tiefbauunternehmens damit, die unterirdischen Anschlussleitungen der Ortsnetzstation freizulegen. Ein provisorischer Verteilerkasten sollte noch am Abend dafür sorgen, dass alle Haushalte wieder versorgt sind. In der nächsten Woche soll dann eine neue Ortsnetzstation installiert werden. Für solche Fälle stehe immer eine bereit, sagte ein SH-Netz-Sprecher. Das Bauwerk aus den 50er Jahren soll dann abgerissen werden.

Ein Video gibt es auf LN-online.de

Von Holger Marohn und Christopher Steckkönig

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