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Lauenburg CDU in Mölln erschrocken über Ergebnis der AfD
Lokales Lauenburg CDU in Mölln erschrocken über Ergebnis der AfD
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22:40 24.09.2017
Klaus Schlie (CDU). Quelle: dpa
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Mölln

Die Tagesschau ist noch nicht ganz vorbei, als eine Nachricht die Möllner Christdemokraten elektrisiert, die sich in der Parteigeschäftsstelle am Mühlenplatz versammelt haben: 18 Prozent für die AfD in der Waldstadt, wird aus dem Stadthaus durchtelefoniert. Minutenlang kreisen alle Gespräche um dieses Thema.

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Christiane Gehrmann und Sven Michelsen ringen um Fassung. „Uns geht’s doch gut?“, fragt Gehrmann etwas verloren in die Runde. Sicher: Der Wohlstand wächst, die Kanzlerin wird weit über den Kreis der eigenen Partei hinaus geschätzt und Deutschland ist ein Pol der Stabilität in Europa, in der Welt. Und trotzdem steigt die Zahl der Unzufriedenen. Auch in Mölln. Später stellt sich heraus: Es waren nur 17,4 Prozent und im Durchschnitt haben die Möllner nicht häufiger die „Alternative für Deutschland“ gewählt, als in anderen Orten auch. Aber die Christdemokraten sind aufgeschreckt.

Während im Fernsehen die Berliner Runde diskutiert, kommt Klaus Schlie, CDU-Kreisvorsitzender, Landtagspräsident und Ur-Möllner in die Geschäftsstelle. Er hat eine klare Meinung zur AfD: „Es ist schrecklich, dass eine solche Partei in den Bundestag einzieht. Aber die Leute haben die AfD ja nicht aus Spaß gewählt, sondern weil sie Sorgen haben. Eine Große Koalition: das will keiner mehr. Alle Parteien müssen jetzt ihre Hausaufgaben machen, die CDU auch.“

Schlie kann der Idee eines Jamaika-Bündnisses auch auf Bundesebene viel abgewinnen. In Kiel sei zur Zeit zu beobachten, wie der Ausgleich von Ökonomie und Ökologie im Parlament funktioniere. „Das kann auch auf Bundesebene funktionieren.“  Diese Meinung vertreten auch Michelsen und Gehrmann. Vor allen Dingen, wenn sie an den prominentesten Möllner Grünen denken: Dr. Konstantin von Notz. „Mit Fundis wird das nichts, aber mit Realos wie von Notz kann’s gehen“, bekräftigt Sven Michelsen.

Hanno Hannes

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