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Lauenburg CDU „testet“ Büchens Rollstuhltauglichkeit
Lokales Lauenburg CDU „testet“ Büchens Rollstuhltauglichkeit
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22:15 05.08.2014

Wie schwierig ist es, mit dem Rollstuhl in Büchen klar zu kommen? Dieser Frage ging die CDU-Fraktion nach. In drei Gruppen ging es vom Bahnhof, von der Kita am Liperiring und vom Steinautal zum Bürgerplatz.

Ziel der Testpersonen war es, durch eigenes Erleben die Schwierigkeiten beim Fahren und Gehen zu spüren. „Schnell wurde klar, dass eine Vielzahl von Kantsteinen, Schachtdeckeln, hervorstehenden Platten oder beschädigte Pflastersteine unüberwindbar waren oder zumindest die Beweglichkeit stark einschränkten“, bilanzierte der Fraktionsvorsitzende Markus Räth. „Die Teilnehmer waren überrascht, wie durch ihre Selbsterfahrung sich die Einstellung zum Thema geändert hat.“

Ihre Erfahrungen: Auf dem P+R- Platz am Bahnhof wurde die sandgebundene Decke, die zum Teil geschottert ist, bemängelt. Auf dem Bahnhof selbst gibt es Einstiegshilfen für Rollstühle. Aber woher kommt der Schlüssel, um diese zu nutzen? Kaum zu überwinden auch die Rampe am Fußgängertunnel zur Lauenburger Straße. Auf dem Bürgerplatz ist das grobe Kopfsteinpflaster kaum zu befahren. Die Rampe zum Amtsplatz kommt ein Rollstuhlfahrer nicht hinauf. Auch der Pavillon ist nicht zu erreichen. Im Vorfeld zum Bürgerplatz an der Möllner Straße ist im Gehweg eine Regenwassermulde aus Beton über eine große Länge nicht zu überfahren.

Henning Lüneburg, Kreisvorsitzender der Jungen Union, stellte sich vor, wie schwierig es erst im Dunkeln, bei schlechtem Wetter oder gar bei Schnee und Eis sei. Einig waren sich die Teilnehmer, dass eine Nutzung dann unmöglich sei.

Exemplarisch wurden auch Ladengeschäfte besucht. Hier gebe es gute Beispiele an Supermärkten mit Behindertenparkplätzen. In einigen Geschäften gebe es Abstellmöglichkeiten für Rollis. Aber auch einige Verbesserungsvorschläge wurden gesehen, auf die die Geschäftsinhaber persönlich angesprochen werden sollen.

Positiv wurden die neuen Verkehrsanlagen an der Kreuzung Hamburger Tunnel bewertet. Diese Anlagen wurden nach den neuesten Erkenntnissen barrierefrei erstellt. Überlegt wurde, die Ampelanlage für Blinde mit akustischem Signal auszustatten.

Ein Hinweis soll an die AWSH erfolgen. Bei Abfuhrterminen stehen die Behälter in Reih und Glied geordnet. Wenn die Abfuhr durch ist, kreuz und quer auf dem Gehweg. Er wird unpassierbar, auch für Kinderwagenfahrer.

Räth: „Nun müssen die Punkte in die Gremien der Gemeinde, um Verbesserungen für die Zukunft zu erarbeiten.“ Aber auch für künftige Planungen in der Gemeinde, so waren sich die Teilnehmer einig, seien die Sinne geschärft worden, um gleich von vornherein mobilitätsgerecht zu planen. „Angeregt wurde, vielleicht sogar eine Behindertenbeauftragte in der Gemeinde einzustellen“, meinte Räth abschließen.

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