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Lauenburg CDU will eigenen Bürgermeister-Kandidaten
Lokales Lauenburg CDU will eigenen Bürgermeister-Kandidaten
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22:28 01.11.2013
Bürgermeister Dr. Volker Manow. Er wurde 2009 zum Bürgermeister von Geesthacht gewählt. 2015 ist die nächste Wahl für den Job des Verwaltungschefs. Quelle: Fotos: Timo Jann

Paukenschlag bei der Mitgliederversammlung der Geesthachter CDU: „Wir werden für die Bürgermeisterwahl 2015 einen guten Kandidaten finden, und der wird nicht Volker Manow heißen“, kündigte der CDU-Ortsvorsitzende Sven Minge die bisherige Unterstützung des Verwaltungschefs auf. Bei Manows erster Wahl 2009 hatten ihn alle Geesthachter Fraktionen bei der Kandidatur für das Bürgermeisteramt unterstützt. Damals wurde Manow Nachfolger des verstorbenen Ingo Fokken. Minge: „Das Verhalten unseres Bürgermeisters erfüllt mich mit Sorge, er entfernt sich mehr und mehr von den Bürgern.“

Die CDU-Mitglieder beschlossen bei ihrer Mitgliederversammlung im Forsthaus Grüner Jäger, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die ein Anforderungsprofil für den nächsten Bürgermeisterkandidaten erarbeiten soll. „Wenn man unseren Bürgermeister in seinem Trenchcoat durch die Fußgängerzone gehen sieht, denkt man, er wäre auf der Flucht“, begründete Thomas Markwart den mit Arne Ertelt erarbeiteten Antrag, mit einem eigenen Kandidaten anzutreten. Gewählt wird Ende 2015.

Damit gehen Manow viele Fürsprecher verloren. Eine Entwicklung, die sich zuletzt abgezeichnet hatte. Als der Bürgermeister sich dafür aussprach, die Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss der Hansestadt Hamburg zur Wiedervernässung der Borghorster Elbwiesen zu widerrufen, musste er herbe Kritik der CDU einstecken. „Manow gefährdet die Sicherheit von Geesthachter Bürgern und Unternehmen“, hatte CDU-Fraktionschef Karsten Steffen im September erklärt. Die CDU habe mehr Standhaftigkeit des Bürgermeisters erwartet, um eine bessere Position bei neuen Verhandlungen mit Hamburg durchsetzen zu können.

Nach einer Gesetzesänderung ist es so, dass nicht mehr die Fraktionen einen Bürgermeister-Kandidaten vorschlagen, sondern die Parteien. Und Manow, der sich mitten in seiner Amtszeit im Januar dieses Jahres um den Posten des Landrats im Kreis Steinburg beworben hatte, machte sich damit bei der CDU keine Freunde. „Es geht durch alle Generationen, Jung und Alt haben ihre Probleme mit dem Bürgermeister“, sagte Minge. Nun sollen Fraktion und Ortsverband nach einem möglichen Nachfolger suchen. „Geesthacht ist keine rote Hochburg und wird es auch nicht werden. Von daher sehe ich gute Chancen für uns“, so Minge, den die Mitglieder während der vom Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann geleiteten Versammlung einstimmig im Amt bestätigten.

tja

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