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Lauenburg Cannabis-Plantagen in Geesthacht und Stockelsdorf hochgenommen
Lokales Lauenburg Cannabis-Plantagen in Geesthacht und Stockelsdorf hochgenommen
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22:12 13.04.2016
Im Laufe der Ermittlungen wurden in Geesthacht und Stockelsdorf (Schleswig-Holstein) zwei Objekte lokalisiert, in denen sogenannte Profi-Plantagen zum Anbau von Cannabispflanzen betrieben wurden.  Quelle: Timo Jann
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Geesthacht/Stockelsdorf

Die Staatsanwaltschaft Hamburg und das Drogendezernat im Landeskriminalamt ermitteln seit Februar diesen Jahres wegen des Verdachts des bandenmäßigen, illegalen Handels mit Marihuana gegen mehrere Tatverdächtige aus Hamburg. Gestern wurden Durchsuchungsbeschlüsse und Haftbefehle vollstreckt.

Im Laufe der Ermittlungen wurden in Geesthacht und Stockelsdorf (Schleswig-Holstein) zwei Objekte lokalisiert, in denen sogenannte Profi-Plantagen zum Anbau von Cannabispflanzen betrieben wurden. In Geesthacht stellten die Beamten etwa 20 Kilogramm abgeerntetes Marihuana und insgesamt 2.571 Cannabispflanzen in unterschiedlichen Wachstumshöhen sicher. In Stockelsdorf fanden die Polizisten 1.568 Cannabispflanzen.

Razzia in Stockelsdorf 

Für die professionellen Plantagen klauten die Betreiber auch noch Strom.

Kriminalbeamte hatten bereits am 05.04.2016 bei einer Durchsuchung in Reinbek (Schleswig-Holstein) eine Plantage mit mehr als 400 Pflanzen sichergestellt. Auch diese Plantage ordnen die Ermittler den Tatverdächtigen zu.

Bei den Durchsuchungen in insgesamt 13 Objekten in Geestacht, Stockelsdorf sowie den Hamburger Stadtteilen Billstedt, Hamm-Süd und Rothenburgsort konnten die Beamten neben den Plantagen 4.290 Euro mutmaßliches Dealgeld sicherstellen.

Gegen zwei 36 und 33 Jahre alte Deutsche wurden die bestehenden Haftbefehle vollstreckt. Der 36-Jährige wurde in der Wohnung seiner Eltern in Hamburg-Billstedt verhaftet, den 33-Jährigen verhafteten die eingesetzten Beamten in der Wohnung seiner Freundin in Hamburg-Billstedt.

Den Männern wird vorgeworfen, zusammen mit weiteren Tatverdächtigen die Plantagen betrieben und das abgeerntete Rauschgift verkauft zu haben.

Im Zuge der Ermittlungen und Durchsuchungen erhielten die Kriminalbeamten Hinweise darauf, dass die beiden Geschäftsführer einer Firma in Hamburg-Billstedt wegen der Beihilfe zum Betäubungsmittelhandel und der Geldwäsche involviert sind. Gegen die 38-jährige Deutsche und ihren 50-jährigen Landsmann wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Es waren insgesamt 60 Beamte eingesetzt. Die Hamburger Kriminalbeamten, Wirtschaftsprüfer, Zivilfahnder, Diensthundeführer und Finanzermittler erhielten Unterstützung von fünfzehn Polizeibeamten aus Geesthacht, Stockelsdorf und Bad Schwartau.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hamburg und es Drogendezernates dauern an.

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